Tafeln
Armut und Not in Deutschland nehmen zu: Das wird auch im steigenden Bedarf an Tafeln sichtbar. In Kurhessen-Waldeck wurde im Jahr 2006 mit der Bad Hersfelder Tafel die neunte kirchlich-diakonische Tafel eröffnet. Derzeit werden ca. 4.000 bedürftige Menschen mit Lebensmitteln versorgt. Mehr als 400 Ehrenamtliche engagieren sich in der kirchlich-diakonischen Tafelarbeit in Kurhessen-Waldeck.
Die Tafeln sind dem Bundesverband „Tafel e.V." angeschlossen und fühlen sich seinen Grundsätzen verpflichtet. Darin heißt es „Das Ziel der Tafeln ist es, daß alle qualitativ einwandfreien Nahrungsmittel, die im Wirtschaftsprozeß nicht mehr verwendet werden können, an Bedürftige verteilt werden. Die Tafeln helfen so diesen Menschen eine schwierige Zeit zu überbrücken und geben ihnen dadurch Motivation für die Zukunft."
Die Lebensmittel werden in der Region eingesammelt und an bedürftige Personen zu festen Ausgabezeiten weitergegeben. Die Abgabe der Lebensmittel erfolgt in der Regel gegen einen symbolischen Betrag.
Die Tafeln sind Kennzeichen eines gesellschaftlichen Skandals: Mitten im Überfluss einer Wegwerfgesellschaft wächst die Armut vieler Menschen. Die Schere zwischen arm und reich geht dabei immer weiter auseinander. Deshalb steht die Tafelarbeit von Kirche und Diakonie für beides: Sie will mit ihrem Angebot Betroffenen helfen, gleichzeitig aber die Armut öffentlich machen und weiter für eine soziale Politik eintreten, die den Ursachen der Armut entgegenwirkt und jedem ein auskömmliches Leben aus eigener Kraft ermöglicht.
Ansprechpartner im Diakonischen Werk in Kurhessen-Waldeck:
Thomas Klämt-Bender
Telefon: (05 61) 10 95 - 304
Telefax: (05 61) 10 95 - 295
e-Mail: t.klaemt-bender@dwkw.de

