Archiv 2007
Hier finden Sie die Nachrichten des Jahres 2007. Zum aktuellen Nachrichtenarchiv gelangen Sie hier.
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Vor dem Hintergrund der Berichterstattung über das ambulante betreute Wohnen für Menschen mit Behinderung schaltet sich der Landespfarrer für Diakonie, Dr. Eberhard Schwarz, in die Diskussion ein.
Er betont die Wichtigkeit des LWV für den evangelischen Spitzenverband: „Wir haben beim LWV stets den fachlichen Zugang zu diesem wichtigen Thema Behindertenhilfe gefunden – und wir sind höchst interessiert daran, so ein kompetentes Gegenüber zu behalten“, unterstreicht Schwarz. „Für uns ist wichtig, dass wir mit dem LWV einen zuverlässigen Vertragspartner haben, der das betreute Wohnen nach landeseinheitlichen Maßstäben weiterentwickelt.“
Eine Aufteilung der Zuständigkeiten für die stationäre Unterbringung in einem Wohnheim beziehungsweise für das Betreute Wohnen auf LWV und Kreise ist aus Sicht des Diakonischen Werks in Kurhessen-Waldeck auch deswegen nicht sinnvoll, weil es Nachteile für Menschen mit Behinderung nach sich zöge, sagte Schwarz weiter. So würden womöglich die Menschen künftig aus Kostengründen von einem Leistungsträger zum anderen geschickt. Zusätzlich verweist der Landespfarrer darauf, dass dies eine in der Liga der Freien Wohlfahrtspflege abgestimmte Position sei.
Das Diakonische Werk in Kurhessen-Waldeck hält in seinen Mitgliedseinrichtungen insgesamt 3.102 Wohnplätze vor, davon sind 2.236 stationäre Wohnplätze, 866 zählen zu den durch die Diskussion betroffenen so genannten ambulanten betreuten Wohnplätzen. Ein Beispiel sind die Diakonie-Wohnstätten der Baunataler Diakonie Kassel: Hier können modellhaft Menschen mit Behinderung von stationären in ambulante Wohnformen pendeln. „Diese Durchlässigkeit im Interesse der Menschen ist für uns zur Zeit nur mit dem LWV als alleinigen Leistungsträger denkbar“, sagt Schwarz.
Das Diakonische Werk in Kurhessen-Waldeck e.V. ist der evangelische Landesverband der freien Wohlfahrtspflege in einem Gebiet von Nordhessen bis vor die Tore Frankfurts, einschließlich Schmalkaldens in Thüringen. Mehr als 200 Vereine, Krankenhäuser, Einrichtungen der Sucht- oder Behindertenhilfe organisieren mit rund 12 500 Mitarbeiterinnen und ungezählten Ehrenamtlichen die soziale Arbeit der Evangelischen Kirche – von A wie Asyl bis Z wie Zivildienst.
Redaktion: Susanne Bullien, Telefon: (05 61) 10 95 - 333
Für die 22 000 Beschäftigten im Bereich der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Diakonie treten zum 1. Juli 2008 Tarifwechsel in Kraft. Darauf hat sich die paritätisch mit Dienstgebern und Dienstnehmern besetzte gemeinsame Arbeitsrechtliche Kommission der Landeskirche und des Diakonischen Werkes einstimmig verständigt.
Landeskirche: Übernahme des Tarifvertrages der Länder – 2,9 % mehr Gehalt
Für die Landeskirche wurde die Anwendung des bisherigen Bundesangestelltentarifvertrages (BAT) durch den Tarifvertrag der Länder ersetzt. Zum 1. Juli 2008 werden die Gehälter der rund 9000 Beschäftigten um 2,9 % angehoben, zuvor werden Einmalzahlungen bis in eine Höhe von 1150 Euro gezahlt. In der Landeskirche hatte es nach 2004 für Angestellte und Arbeiter keine Tarifanpassung gegeben. Über Einzelfragen des Tarifwerkes werden noch weitere Verhandlungen geführt.
Diakonie: Eigenständige Fortentwicklung des Diakonie-Tarifs AVR
Im Bereich der Diakonie in Kurhessen-Waldeck, in dem ca. 13 000 Mitarbeitende beschäftigt sind, gelten die „Arbeitsvertragsrichtlinien“ (AVR). Die AVR waren bisher im Wesentlichen mit dem BAT des Öffentlichen Diensts identisch. Ab dem 1. Juli 2008 gelten eigenständige Tarifregelungen. Diese sehen u.a. Einmalzahlungen von insgesamt 900 Euro vor, die teilweise bereits erfolgt sind. Außerdem werden Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld zu einem 13. Gehalt zusammengefasst – das wiederum zu 50 % abhängig von der wirtschaftlichen Situation der Einrichtung ist.
Über Fragen des Arbeits- und Tarifrechts in Kirche und Diakonie befindet die paritätisch von Dienstgebern und Dienstnehmern besetzte Arbeitsrechtliche Kommission. Diese kann nur mit Mehrheiten beschließen, Dienstgeber und Dienstnehmer müssen sich auf ein gemeinsames Ergebnis verständigen.
Redaktion: Susanne Bullien, Telefon: (05 61) 10 95 - 333
„Brot für die Welt“ hat die Förderung von Agro-Treibstoffen durch die Industrieländer kritisiert. „Nahrungsmittel werden immer häufiger zur Sättigung des weltweiten Rohstoffhungers missbraucht“, erklärte die Direktorin von „Brot für die Welt“, Cornelia Füllkrug-Weitzel, bei einer Pressekonferenz zur bundesweiten Eröffnung der 49. Spendenaktion in Kassel.
Häufig würden Investitionen im Bereich Agro-Sprit mit dem Klimaschutz gerechtfertigt. Dabei sei die Landwirtschaft für 14 Prozent der weltweiten Treibhausgase verantwortlich. „In Indonesien, Kolumbien und Brasilien werden Regenwälder abgeholzt, um Platz für Palmöl- oder Zuckerrohrplantagen zu schaffen“, so Füllkrug-Weitzel. Dies zeige deutlich, dass der Klimaschutz nur als Feigenblatt für das globale Wettrennen um Energie diene. Das Nachsehen hätten vor allem die Kleinbauern. Sie müssten mit multinationalen Agro-Großbetrieben um Land, Wasser und Märkte konkurrieren.
„Die bäuerliche Landwirtschaft weltweit muss wesentlich stärker als bisher gefördert und geschützt werden“, forderte Füllkrug-Weitzel. 80 Prozent aller Lebensmittel weltweit würden von Familienbetrieben produziert. „Sie sind das Rückgrat der Ernährung der gesamten Menschheit.“ „Brot für die Welt“ unterstützt deshalb zusammen mit seinen Projektpartnern Kleinbauern in den Ländern des Südens dabei, durch Methoden der nachhaltigen und ökologischen Landwirtschaft ihre Erträge zu steigern und zusätzliche Märkte zu erschließen.
„Brot für die Welt“-Eröffnung im Elisabethjahr
Der Landespfarrer für Diakonie in Kurhessen-Waldeck, Dr. Eberhard Schwarz, würdigte Marburg als den richtigen Ort der „Brot für die Welt“-Eröffnung im Jahr der heiligen Elisabeth. Die Stadt, in der Elisabeth von Thüringen gewirkt habe, sei von großer historischer Bedeutung für die Diakonie und die tätige Hilfe am Nächsten, betonte Schwarz. „Der Geist Elisabeths steht noch immer über diesem besonderen Ort und begleitet auch die Hilfe für die Armen in den Ländern des Südens, wie sie das diakonische Hilfsprojekt ‚Brot für die Welt’ seit nunmehr fast fünfzig Jahren organisiert.“
In der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck wird „Brot für die Welt“ durch das Diakonische Werk und das große Engagement in den Gemeinden unterstützt. Das Gesamtspendenergebnis der Landeskirche ist seit Jahren stabil. (Ergebnis 2006: 1.892.659 Euro).
„Gottes Spielregeln für eine gerechte Welt“ lautet das Motto der 49. Aktion, die am ersten Adventswochenende, vom 1. bis 2. Dezember 2007, in Marburg eröffnet wird. Im Mittelpunkt dieser Aktion stehen Ernährungssicherheit und die Stärkung der Rechte von Kleinbauern und Landlosen. Gastgeber der Eröffnungsfeierlichkeiten sind die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck und ihr Diakonisches Werk.
Programm der bundesweiten Eröffnung der 49. Aktion in Marburg:
Samstag, 1. Dezember 2007
„Markt der Möglichkeiten“ in der Marburger Stadthalle (ab 18 Uhr)
Eine-Welt-Gruppen, Initiativen und Aktive im Bereich Entwicklungszusammenarbeit und Fairer Handel stellen sich vor.
Festlicher Abend zum Thema „Fairändern – Bäuerliche Landwirtschaft stärken“ in der Marburger Stadthalle (Beginn: 19:30 Uhr)
Bei der Veranstaltung, zu der zahlreiche Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft erwartet werden, unter anderem Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, die hessische Sozialministerin Silke Lautenschläger, der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Martin Hein, und Diakoniepräsident Klaus-Dieter Kottnik.
Sonntag, 2. Dezember 2007, 10 Uhr
Festgottesdienst zur Eröffnung der Spendenaktion in der Elisabethkirche in Marburg
(ARD-Übertragung, letzter Einlass 9.30 Uhr). Die Predigt hält Bischof Prof. Dr. Martin Hein.
Redaktion: Susanne Bullien, Telefon: (05 61) 10 95 - 333
von Kristin Heine
Emsig harkt Holger Scharf das Laub zusammen. Er entfernt die bunt gefärbten Blätter vom Grab. Der 35-jährige ist Gärtner und für die Grabpflege auf dem Friedhof in Hofgeismar zuständig. Dabei ist Holger Scharf Epileptiker. Bis zu zwanzig Tabletten muss er am Tag zu sich nehmen. Die Krankheit schränkt ihn in seiner Leistungsfähigkeit an. Aber längst nicht so, dass er seinen Beruf nicht ausüben könnte. Sorgfältig und mit viel Liebe pflanzt er die Stiefmütterchen auf das Grab. Zweimal im Jahr bringt er zusammen mit seinen Kollegen die Grabstätten in Schuss. „Die Arbeitsabwechslung macht mir am meisten Spaß“, sagt Scharf. Draußen, in der Natur zu arbeiten, ist ihm besonders wichtig. Gerade im November, der im Zeichen von Trauer und Tod steht, schafft er mit der Bepflanzung der Gräber etwas Neues. Und erweist damit den Toten Ehre.
Der Gärtner ist einer von vier Mitarbeitern der Firma Integration durch Arbeit (IngA), die in diesem Herbst die Gräber winterfest machen. IngA ist ein diakonisches Arbeitsprojekt im Kirchenkreis Hofgeismar. Es fördert die Integration arbeitsloser Menschen mit sozialen Benachteiligungen. Sie bietet Umzüge, Entrümpelungen, Abriss- und Gartenarbeiten sowie Instandsetzungen an. Einen neuen Leistungsbereich hat sich das Projekt mit dem Energieholzhof erschlossen. Dort werden Scheitholz und Hackschnitzel hergestellt. IngA zeichnet sich durch ihre Mitarbeiter aus. Sie alle sind vielseitig, besitzen unterschiedliche Begabungen und Fertigkeiten: Von der Fahrradreparatur über die Autopolitur bis hin zum professionellen Umzug – alles aus einer Hand. Wo bekommt man schon so eine Bandbreite geboten? Die Integrationsfirma IngA ist ein Projekt des Diakonischen Werkes Hofgeismar-Wolfhagen. Seit sieben Jahren betreut der Sozialpädagoge Wolfgang Böhner die Mitarbeiter des Diakonischen Werkes in Hofgeismar.
Gelernt hat er Tischler und Elektriker und garantiert damit eine fachgerechte Anleitung seiner Mitarbeiter. Angefangen hat alles mit einer Bautruppe. Die Mitarbeiter von IngA führten Reinigungs- und Abrissarbeiten in Kirchen durch. Menschen, die von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen waren und Menschen mit Lernbehinderung fanden hier einen sinnvollen Arbeitsplatz. Die evangelische Kirche gründete dann in Hofgeismar einen Betrieb, um die Arbeitslosen richtig anstellen zu können. Inzwischen ist der Bauhof für die Kirchenkreise Wolfhagen und Hofgeismar zuständig. Im Umkreis bis zu fünfzig Kilometern – also bis Kassel, Nord – reicht das Einsatzgebiet des Bauhofs. Für Böhner ist die Qualität und Kontinuität ein wichtiger Gesichtspunkt in seiner Arbeit: „Regeln und klare Strukturen bei den Arbeitsvorgaben sind wichtig, denn damit können die Mitarbeiter umgehen.“ Der Projektleiter spricht aus langjähriger Erfahrung in der Straffälligen-Arbeit, wo er zuvor tätig war. Projekte zu planen und umzusetzen, hat der Sozialpädagoge in zahlreichen Auslandsaufenthalten gelernt.
Inzwischen hat Holger Scharf alle Stiefmütterchen auf das Grab gepflanzt. In hellen, gelben Blüten erstrahlt das Grab an diesem schönen Herbsttag. Über 100 Gräber pflegen die Mitarbeiter von IngA auf dem Hofgeismarer Friedhof. Das blaue Kronenkreuz ist das Erkennungszeichen der Diakonie. Daher stecken blaue Schildchen an den Rändern der Gräber. Seit fünf Jahren ist die Grabpflege ein fester Bestandteil von IngA.
Markus Grebe ist am längsten dabei. Seit neun Jahren arbeitet er in der Firma. Einen festen Arbeitsvertrag besitzt er seit 2000. Er ist wie Henning Scharf Gärtner von Beruf. Mit viel Engagement und Sachverstand ist er bei der Arbeit.
Neu dabei ist Anke Järmann. Sie ist für einen kranken Kollegen eingesprungen. Eigentlich ist sie als Hausmeisterin im Kindergarten und in der Kirche des Gesamtverbandes tätig. Dort mäht sie den Rasen und schneidet die Hecke. Sie freut sich, wenn klare Anweisungen kommen. Die vielfältige Arbeit reizt sie: „Und was ich nicht beherrsche, kann ich erlernen“, ergänzt Anke Järmann.
Der Arbeitsbereich ist stets offen für Neuerungen und Veränderungen. „Die Abwechslung und Arbeitsvielfalt machts“, ergänzt Wolfgang Böhner. Anke Järmann bereichert als erste Frau das Team der Grabpflege. Seit kurzem probiert die Firma aus, ob Frauen und Männer gut zusammen arbeiten können oder ob Schwierigkeiten im zwischenmenschlichen Bereich auftauchen. Anke Järmann fühlt sich jedenfalls wohl bei der Arbeit – das merkt man ihrer Fröhlichkeit und Gelassenheit an.
IngA steht für Zuverlässigkeit und Qualität in der Region. In Hofgeismar gibt es auch die „Halle für alle“. Hier verkauft das Unternehmen Second Hand Waren aller Art. Die Bürger vor Ort nehmen das Angebot dankbar an. Von Möbel über Bettwäsche bis hin zu Kühlschrank und Waschmaschine ist alles vorhanden. Wolfgang Böhner ist erfreut über das durchweg positive Image der Firma. Für ihn wird daraus ersichtlich, dass auch Leute mit kleiner Behinderung unter fachgerechter Anleitung genauso leistungsfähig sein können.
IngA wurde 1998 gegründet. Bereits vier Jahre später ist ihr die Anerkennung der Integrationsfirma erteilt worden. Zur Zeit leitet Stefan Sigel-Schönig die Firma. Zusammen mit Dekan Wolfgang Heinicke und Wolfgang Böhner gestalten sie die Konzeption der Firma.
Für heute hat es das Team der Grabpflege faßt geschafft. Die Gräber blühen im lebendigen Gelb der Stiefmütterchen. Neuer Glanz erstrahlt zu Ehre der Toten.
(Fotos: Kristin Heine)
Redaktion: Kristin Heine, Telefon: (05 61) 10 95 - 333
Der Landespfarrer für Diakonie, Dr. Eberhard Schwarz, begrüßt den aktuellen Gesetzentwurf zur Änderung der Pflegeversicherung, der viele Forderungen der Wohlfahrt berücksichtige und helfe, die Situation in der Pflege zu verbessern. „Die vorgesehenen zusätzlichen Leistungen im ambulanten Bereich für die Betreuung von Demenzkranken sind aus Sicht der Diakonie ein wichtiger erster Schritt“, sagte Schwarz anlässlich der diesjährigen Mitgliederversammlung des Diakonischen Werks in Kurhessen-Waldeck am 31. Oktober in Marburg.
Auch die Dynamisierung der Leistungen der Pflegeversicherung ginge in die richtige Richtung. Allerdings sei es bedauerlich, dass gerade im stationären Bereich, bei der Pflegestufe III, in der schwerstpflegebedürftige multimorbide Menschen versorgt würden, keine Dynamisierung der Leistungen vorgesehen sei. Dies bedeute, dass gerade für diesen Personenkreis immer weniger Geld zur Verfügung stehe und diese Menschen dann letztlich in immer kürzerer Zeit versorgt würden. „Es wird immer schwieriger, die gewohnte Qualität zu gewährleisten“, betont Schwarz. Die im Kabinettentwurf vorgesehenen so genannten Pflegestützpunkte sollen künftig pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen wohnortnahe Beratung und Koordinierung anbieten. „Wir hoffen, dass dabei nicht zu viel Geld in die Verwaltung geht, sondern tatsächlich in der Beratung landet.“ Die kirchlichen Träger seien bereit, in den Pflegestützpunkten mitzuwirken und die langjährigen Erfahrungen der Diakonie und Kirche in der ambulanten Pflege und im ehrenamtlichen Engagement einzubringen.
Die zum 1. Juli 2008 vorgesehene Erhöhung des Beitragssatzes zur Pflegeversicherung von derzeit 1,7 auf 1,95 Prozent wird nach Auffassung des Diakonischen Werks in Kurhessen-Waldeck nicht ausreichen, um den auch in Zukunft zunehmenden Bedarf an Pflege und Betreuung zu finanzieren.
In seiner Ansprache vor Delegierten der rund 210 Mitglieder und Vertretern des Evangelischen Spitzenverbandes, die in Hessen rund 12 500 Mitarbeiter in der sozialen Arbeit der Kirche beschäftigen, stellt sich Dr. Schwarz vor die Mitarbeitenden in den diakonischen Einrichtungen. Er betont, dass bei aller Kritik, die im Einzelfall berechtigt sein mag und abzustellen sei, in den ambulanten Pflegediensten und stationären Einrichtungen der Diakonie gute Arbeit geleistet werde. Diese Einrichtungen versorgen die pflegebedürftigen Menschen auf einem guten Qualitätsniveau. Die Arbeit sei qualitätsgesichert und werde regelmäßig intern und extern überprüft. Es müsse mehr in den Fokus genommen werden, dass die große Zahl der Einrichtungen eine hervorragende Arbeit leiste. Er verweist darauf, dass die Ergebnisse des Medizinischen Dienstes der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS) eben auch gezeigt hätten, dass die Pflegequalität sich verbessert hat. Die Veröffentlichung der MDS-Statistik haben in jüngster Zeit für öffentlichen Wirbel gesorgt.
Die Entscheidung des Hessischen Sozialgerichts in Wiesbaden vom 18. September 2007 kommentiert Dr. Schwarz verhalten optimistisch: Die Diakoniestationen haben durch einen gerichtlich bestätigten Schiedsspruch höhere Vergütungssätze und eine damit längst fällige Kostenanpassung erreicht. Das Urteil hat erstinstanzlich eine fast 6-prozentige Vergütungserhöhung für Dienste im ambulanten Bereich bestätigt. Dies ist die erste Erhöhung im Bereich der häuslichen Krankenpflege seit 1999. Die nun erstinstanzlich festgelegte Entgelterhöhung war zuvor jahrelang von den Krankenkassen torpediert worden.
Das Diakonische Werk in Kurhessen-Waldeck e.V. ist der evangelische Landesverband der Freien Wohlfahrtspflege in einem Gebiet von Nordhessen bis vor die Tore Frankfurts, einschließlich Schmalkaldens in Thüringen. Mehr als 200 Vereine, Krankenhäuser, Einrichtungen der Sucht- und Behindertenhilfe organisieren mit rund 12 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und ungezählten Ehrenamtlichen die soziale Arbeit der Evangelischen Kirche – von A wie Asyl bis Z wie Zivildienst. Im Bereich der stationären Altenhilfe bietet das Diakonische Werk mit rund 3500 Plätzen Unterstützung und Pflege in 46 stationären Einrichtungen an. Dazu gehören noch Angebote wie Tages- und Kurzzeitpflege, Betreutes Wohnen und Hauswohngemeinschaften. Rund 950 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zu Bedürftigen mit 55 ambulanten Pflegediensten unterwegs. Insgesamt leisten mehr als 2000 Mitarbeiter der Diakonie ihren Dienst in der Altenpflege.
Redaktion: Susanne Bullien, Telefon: (05 61) 10 95 - 333
Bundesweit lassen evangelische Ausbildungsstätten für Erzieher und Erzieherinnen ein neues Qalitätszeitalter anbrechen. Mit einem der renommiertesten Schulforscher Deutschlands, Prof. Dr. Hans-Günter Rolff, führen sie schrittweise das so genannte Peer-Review ein, eine Alternative zu Iso 9000. Der Probelauf findet dazu in Kassel statt: Das Evangelische Fröbelseminar des Diakonischen Werks in Kurhessen-Waldeck und Ausbildungsstätte für Erzieherinnen, ist Ort und gleichzeitig Objekt des vorgeschalteten „Lehr-Peer-Review“. Es wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Evangelischer Ausbildungsstätten entwickelt.
Das Lehr-Peer-Review soll zum einen die Qualität der Lehre am Fröbelseminar bewerten und Anstöße zur Weiterentwicklung geben. Zum anderen befähigt es die Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus der ganzen Bundesrepublik, selbst künftig solche Prozesse an anderen Schulen zu begleiten. „Als Peers bezeichnen wir kritische Freunde. Sie stellen nicht nur den Ist-Zustand fest und spiegeln diesen zurück, sondern geben auch Empfehlungen für die Weiterentwicklung ab“, erklärt Rolff das Konzept. Dieses ist ein bislang lediglich an Universitäten und den Deutschen Auslandsschulen übliches Verfahren. „Qualität wird im Dialog entwickelt“, bestätigt der Leiter des Evangelischen Fröbelseminars, Eckehard Zühlke.“ Als Schule in privater Trägerschaft wolle die Ausbildungsstätte einen eigenen Weg gehen – das rege an zur Selbstreflexion: „Wir haben mit dem Peer Review ein angemessenes Instrument gefunden, intern und extern Qualität weiter zu entwickeln“, stellt Zühlke fest.
Damit wir die renommierte Schule zu einer Pilot-Ausbildungsstätte. Seit 1890 - seit 1896 in Kassel – werden hier durch 70 haupt- und nebenamtliche Lehrkräfte sozialpädagogische Fachkräfte ausgebildet. Eine Außenstelle gibt es in Korbach. Die beiden Schulen sind Teil des Diakonischen Werkes in Kurhessen-Waldeck. Knapp 600 Studierende erlernen an drei Standorten die Berufe der ErzieherInnen, HeilpädagogInnen oder SozialassistentInnen. Bereits seit 1929 steht dem Ev. Fröbelseminar in Kassel ein eigener Lehrkindergarten als Lernort, Praxis- und Ausbildungsbetrieb zur Verfügung.
Die Diakonie in Kurhessen-Waldeck bietet mit 12 Schulen und insgesamt 24 Ausbildungsstätten an 10 attraktiven Standorten eine qualifizierte Ausbildung in 11 Berufen. In den diakonischen Schulen bilden etwa 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter pro Jahr rund 1.500 junge und erwachsene Menschen in sozialen Berufen aus. Neben den Schulen und Ausbildungsstätten bieten die Einrichtungen zahlreiche Ausbildungsplätze, z.B. in den Bereichen Verwaltung und Hauswirtschaft, an.
Das Diakonische Werk in Kurhessen-Waldeck e.V. ist ein Landesverband der freien Wohlfahrtspflege. Mehr als 200 Vereine, Krankenhäuser, Einrichtungen der Sucht- oder Behindertenhilfe organisieren mit rund 12 000 Mitarbeiterinnen und ungezählten Ehrenamtlichen die soziale Arbeit der Evangelischen Kirche im Gebiet von Kurhessen-Waldeck.
Der Bundesverband evangelischer Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik (BeA) ist Fachverband im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland (DW EKD). Er vertritt die fachlichen und fachpolitischen Interessen Evangelischer Fachschulen sowie Fachakademien für Sozialpädagogik und setzt sich bundesweit für eine zeitgemäße Erzieher- und Erzieherinnen-Ausbildung ein.
Derzeit sind 50 solcher Schulen in evangelischer Trägerschaft bei Landeskirchen, Diakonissen-Mutterhäusern, Diakonenanstalten oder Diakonischen Werken und Einrichtungen im BeA organisiert. Das Angebot von insgesamt rund 15.000 Ausbildungsplätzen an den Mitgliedsschulen umfasst neben der Erzieher- und Erzieherinnen-Ausbildung auch andere Ausbildungsgänge im Bereich der sozialen Berufe.
Veranstalter: Bundesverband evangelischer Ausbildungsstätten
Redaktion: Susanne Bullien, Telefon: (05 61) 10 95 - 333
„Wir haben immer jüngere Klienten - und auch die Gewaltbereitschaft durch Suchtproblematiken oder psychische Erkrankungen steigt.“ Darauf weist Günther Baumann anlässlich einer Ausstellungseröffnung im Diakonischen Werk in Kurhessen-Waldeck hin. Die Zahl der „Berber“, „Trapper“, „Platte-macher“, die der klassischen Durchreisenden, nehme ab, sagt Günther Baumann, Sachgebietsleiter Soziale Dienste III im Diakonischen Werk in Kurhessen-Waldeck.
Seit den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts gehört die Arbeit mit Obdachlosen beziehungsweise armen Wanderarbeitern zum Aufgabenfeld der Diakonie. Eine der ersten Einrichtungen gründete Friedrich von Bodelschwingh in Wilhelmsdorf als deutsche Arbeiterkolonie. Aus ihr entstand später das Eckardtsheim der von Bodelschwinghschen Anstalten Bethel. Die Evangelische Obdachlosenhilfe, Fachverband im Diakonischen Werk der EKD, gründete sich 1886.
| Name: | Ralf |
| Alter: | 48 Jahre |
| Schulausbildung: | Grundschule, Hauptschule mit Abschluss |
| Ausbildung: | keine Ausbildung |
| Berufstätigkeit: | Arbeiter in verschiedenen Unternehmen, mehrere Jahre als Mitarbeiter bei VW, Sicherheitsposten Straßenbahn |
Ralf wächst als Einzelkind auf. Er beschreibt seine Kindheit als „gute Zeit“. Im Alter von zehn Jahren konsumiert Ralf zum ersten Mal Alkohol. Ab diesem Zeitpunkt kommt es immer wieder zum Alkoholkonsum.
Der Vater möchte, dass Ralf eine Beamtenlaufbahn einschlägt und schickt ihn auf eine Privatschule. Hier soll Ralf einen höheren Bildungsabschluss erreichen. Ralf besucht die Schule nur unregelmäßig, macht immer Fehler und schreibt sich schließlich seine Noten selbst. „Das hat so nicht hingehauen“, sagt er. Er schließt die Schule nicht ab, sondern verlässt sie frühzeitig. Zu dieser Zeit trinkt Ralf schon viel Alkohol, bis hin zu einer Alkoholvergiftung.
Nach dem Schulabbruch ist Ralf erst einmal arbeitslos. Er macht keine Ausbildung. Ralf findet Beschäftigung als Arbeiter in verschiedenen Produktionsunternehmen, hat aber auch immer wieder Zeiten der Arbeitslosigkeit.
Ralf sagt heute, er habe den Alkoholkonsum reduziert, und trinkt hin und wieder ein Bier. Zur Zeit arbeitet er als 1-Euro Jobber. Die Arbeit macht ihm Spaß und ist ihm sehr wichtig.
Für die Zukunft wünscht sich Ralf einen festen Arbeitsplatz. Er möchte „richtig Geld verdienen“ und mit seiner Freundin in seine alte Heimatstadt ziehen, an der er noch sehr hängt.
Redaktion: Kristin Heine, Telefon: (05 61) 10 95 - 333
Von Juli bis September haben 256 Zivildienstleistende ihren Dienst in Einrichtungen der Evangelischen Kirche und des Diakonischen Werkes in Kurhessen-Waldeck (DWKW) angetreten.
Die jungen Männer betreuen alte oder pflegebedürftige Menschen, kümmern sich um Menschen mit Behinderungen, begleiten Kinder in den Kindertagesstätten oder arbeiten in Anlaufstellen der Jugendhilfe.
Im Jahresdurchschnitt leisten in Kurhessen-Waldeck rund 320 Zivis soziale Arbeit. Die meisten sind im Großraum Kassel eingesetzt. Das Diakonische Werk in Kurhessen-Waldeck stellt knapp zwanzig Prozent aller Zivildienststellen in Hessen. Wie das Bundesamt für den Zivildienst mitteilt, haben zum 3. September des Jahres in Hessen insgesamt 1.661 Zivildienstleistende ihren Dienst angetreten.
„Unabhängig von der immer wieder aufflammenden Wehrpflicht-Debatte ist es Kirche und Diakonie wichtig, den jungen Männern einen sinnvollen Einsatz und eine vernünftige kirchliche Begleitung anzubieten“, sagte Ulrich Böttjer in Baunatal anläßlich eines Orientierungstages für Zivildienstleistende, die ihren Dienst bei Kasseler Einrichtungen der Diakonie antreten. Der pädagogische Mitarbeiter des landeskirchlichen Zentrums für Freiwilligen-, Friedens- und Zivildienst erläuterte, dass das Zentrum damit Bestrebungen der Bundesregierung aufgreife, den Zivildienst zu einem Lerndienst auszubauen. Neben fachlichen Einführungslehrgängen, Studientagen und Abschlussseminaren ist der Orientierungstag eines der vielen Angebote, mit denen die jungen Menschen während ihres Dienstes in Kirche und Diakonie begleitet werden. Unter anderem erhält auch jeder Neuankömmling einen Begrüßungsbrief und Informationen rund um die Diakonie und den Zivildienst.
Bundesweit ist die Zahl der Zivildienstleistenden deutlich zurückgegangen. Im Jahr 2006 leisteten noch etwa 62 000 junge Männer Zivildienst: 2000 waren es noch rund 124 000 junge Männer. Die Diakonie, der soziale Dienst der evangelischen Kirche, ist der größte Anbieter an Zivildienstplätzen in Deutschland.
Ein Freiwilliges Soziales Jahr leisten jährlich immer mehr junge Menschen. Ihre Zahl ist nach Angaben der Evangelischen Freiwilligendienste insgesamt von 15 000 im Jahr 1997 auf derzeit etwa 35 000 gestiegen. Fast 150 Jugendliche verbringen ein Diakonisches Jahr im Ausland.
In Kurhessen-Waldeck ist die Zahl der Freiwilligen auf 210 angestiegen. 18 junge Männer machen von der Möglichkeit Gebrauch, statt des Zivildienstes ein Freiwilliges Soziales oder Ökologisches Jahr abzuleisten.
Redaktion: Susanne Bullien, Telefon: (05 61) 10 95 - 333
„Alles, was bei armen Menschen im Geldbeutel bleibt, ist eine Hilfe“, würdigt der Landespfarrer für Diakonie, Dr. Eberhard Schwarz, den Sozialrabatt des Kasseler Energieversorgers E.ON Mitte.
Dieser ist gemeinsam mit dem Diakonischen Werk in Kurhessen-Waldeck (DWKW) und der Caritas entwickelt worden. Profitieren können künftig davon Menschen, die im Netzgebiet der E.ON und im Gebiet der beiden kirchlichen Wohlfahrtsverbände leben. Vorlage für das Produkt ist der Sozialtarif, der vor einem Jahr bereits mit den beiden großen kirchlichen Sozialverbänden in Bayern mit der dortigen E.ON-Schwester E.ON Bayern angeboten und gut angenommen worden ist.
In dem Gebiet Hessens, das das Diakonische Werk in Kurhessen-Waldeck abdeckt, haben Kunden künftig die Möglichkeit, einen Antrag auf den Sozialrabatt zu stellen, wenn sie eine GEZ-Befreiung nachweisen können. „Wir erhoffen uns von dem Angebot, dass mehr Menschen, die Hilfe und Unterstützung in einer Notlage brauchen, den Weg in unsere Beratungsstellen finden“, erklärt Pfarrer Gerd Bechtel, im Diakonischen Werk in Kurhessen-Waldeck für Grundsatzfragen zuständig, die Motivation des Wohlfahrtsverbandes, mit dem Partner aus der Wirtschaft zu kooperieren.
Das Diakonische Werk in Kurhessen-Waldeck e.V. ist der evangelische Landesverband der freien Wohlfahrtspflege in einem Gebiet von Nordhessen bis vor die Tore Frankfurts, einschließlich Schmalkaldens in Thüringen. Mehr als 200 Vereine, Krankenhäuser, Einrichtungen der Sucht- oder Behindertenhilfe organisieren mit rund 12 000 Mitarbeiterinnen und ungezählten Ehrenamtlichen die soziale Arbeit der Evangelischen Kirche – von A wie Asyl bis Z wie Zivildienst. Bislang bieten sieben regionale Diakonische Werke ihre Infrastruktur zur Vermittlung des Sozialrabatts an. Dazu gehören 16 Anlaufstellen vor allem der Allgemeinen Sozialberatung oder der Flüchtlingsberatung, aber auch das Familienzentrum Mitte in Kassel. Dort kann der günstigere Stromtarif ab dem 1. Oktober 2007 beantragt werden.
Pfr. Gerd Bechtel
Regionale Diakonie und Grundsatzfragen
24. September 2007
Redaktion: Susanne Bullien, Telefon: (05 61) 10 95 - 333
Vor dem Hintergrund jüngster Veröffentlichungen zum Thema Pflege hat sich der Landespfarrer für Diakonie, Dr. Eberhard Schwarz, vor die mehr als 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Heimen und ambulanten Pflegediensten der Diakonie gestellt.
„Es darf nicht dazu kommen, dass auf die eingeschlagen wird, die Dienst in der Pflege tun. Es mag im Einzelfall Anlass zu Kritik geben. Aber mir liegt daran, die Träger und vor allem auch die Pflegekräfte vor pauschalen Schuldzuweisungen in Schutz zu nehmen“, betont der Leiter des Diakonischen Werks in Kurhessen-Waldeck in einer Predigt in der Marburger Elisabethkirche anlässlich der Woche der Diakonie, die am Sonntag zu Ende geht.
Vielmehr stelle sich die Frage, ob die Männer und Frauen, die in der Pflege arbeiten, angemessen bezahlt würden: „Wir müssen uns die gesetzlich vorgegebenen Rahmenbedingungen sehr genau anschauen, unter denen heutzutage Pflege geschieht. Und diese lassen nach unserer Ansicht zu wünschen übrig. Die Bürokratisierung der Pflege übersieht den einzelnen Menschen in seiner je verschiedenen Bedürftigkeit“, sagt Schwarz weiter. Eine so verwaltete und organisierte Pflege lasse keinen Raum für Mitleid, für Hingabe oder gar Heiterkeit, wie es Elisabeth von Thüringen gelebt habe. Und doch versuchten eben dies die Mitarbeitenden diakonischer Einrichtungen. Der Landespfarrer verwies in diesem Zusammenhang auf die in diakonischen Einrichtungen eingeführten Qualitätsmaßstäbe, wie zum Beispiel das Qualitätssiegel Pflege.
Das Diakonische Werk in Kurhessen-Waldeck e.V. ist der evangelische Landesverband der freien Wohlfahrtspflege in einem Gebiet von Nordhessen bis vor die Tore Frankfurts, einschließlich Schmalkaldens in Thüringen. Mehr als 200 Vereine, Krankenhäuser, Einrichtungen der Sucht- oder Behindertenhilfe organisieren mit rund 12 000 Mitarbeiterinnen und ungezählten Ehrenamtlichen die soziale Arbeit der Evangelischen Kirche – von A wie Asyl bis Z wie Zivildienst. In dem Bereich stationäre Altenhilfe bietet das Diakonische Werk mit rund 3500 Betten Unterstützung und Pflege in 46 stationären Einrichtungen an. Dazu gehören noch Angebote wie Tages- und Kurzzeitpflege, Betreutes Wohnen und Hauswohngemeinschaften. Rund 950 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zu Bedürftigen mit 55 ambulanten Pflegediensten unterwegs.
Download:
Predigt im Wortlaut
Redaktion: Susanne Bullien, Telefon: (05 61) 10 95 - 333
Das Tanner Diakoniezentrum zeigt ab Sonntag Originaldruckgrafiken von Friedensreich Hundertwasser mit Arbeiten von Künstlern mit Behinderung. In der neuesten Ausstellung im Naturmuseum in Tann/Rhön stellen sieben Künstler der Tanner Ateliergemeinschaft 28 Bilder neben 25 Druckgrafiken des bekannten österreichischen Künstlers. Seit neun Jahren nimmt die diakonische Einrichtung eine Vorreiterrolle in der Zusammenschau von renommierten Künstlern und Künstlern mit Behinderung ein.
Schirmherr der Ausstellungsreihe „Gestatten, Kultur!“ ist der Landespfarrer für Diakonie Dr. Eberhard Schwarz. In seinem Grußwort anläßlich der Vernissage am 23. September im Naturmuseum zu Tann lobt Schwarz die Zusammenschau behinderter Künstler mit einer herausragenden Künstlerpersönlichkeit wie Hundertwasser: „Die Kombination der Kunst mit Handicap mit 25 Grafiken von Friedensreich Hundertwasser halte ich für besonders gelungen: Schließlich handelt es sich bei ihm um einen Künstler mit ganz besonderer Note, bekannt für seine unkonventionelle Schaffensweise.“
Peter-Christian Neubert, Geschäftsführer des Tanner Diakoniezentrums, ist überzeugt, dass diese Ausstellung von besonderem Reiz ist, schließlich seien die Bewohner selbst auf die Idee gekommen, ihre Werke Hundertwasser gegenüberzustellen. Sowohl die Künstler des Tanner Diakoniezentrums als auch Hundertwasser verfolgten ihren ganz eigenen Stil. In Zusammenarbeit mit dem Kunsttherapeuten Bernd Baldus, der die Künstler mit Behinderung begleitet, habe die Idee dann verwirklicht werden können.
Das Kunstatelier des Tanner Diakoniezentrums ist eine von sieben Einrichtungen des Diakonischen Werkes Kurhessen-Waldeck e.V., das der Kunst geistig behinderter Menschen – unter dem Namen „KunstGeFährten“ - eine Plattform in der Öffentlichkeit bietet.
Das Tanner Diakoniezentrum GmbH ist eines von mehr als 200 Mitgliedsorganisationen und Trägervereinen im Diakonischen Werk in Kurhessen-Waldeck e.V. Die Einrichtung ist Heimat beziehungsweise Tagesadresse für 99 Männer und Frauen mit Behinderung und psychischer Erkrankung. Mit 91 Mitarbeitern ist die diakonische Einrichtung einer der größten Arbeitgeber in Tann (Rhön).
Die Ausstellung wird vom 23. September bis 21. Oktober 2007, täglich (außer Montag), von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr und von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr im Naturmuseum zu Tann zu sehen sein.
Redaktion: Kristin Heine, Telefon: (05 61) 10 95 - 333
Zum zweiten Mal hat das Diakonische Werk in Kurhessen-Waldeck Erzieherinnen evangelischer Einrichtungen in einer religionspädagogischen Langzeitfortbildung weitergebildet.
In knapp zwei Jahren lernten 18 Frauen aus 17 Kindertagesstätten in Kurhessen-Waldeck, biblische Geschichten zu erschließen, eigene Erfahrungen mit Kirche, Glauben und christlichen Überzeugungen zu reflektieren und auch Anstöße für ein eigenes religionspädagogisches Konzept oder Profil in die Kita mitzunehmen.
„Nach meiner Überzeugung schulden wir Kindern einen aufmerksamen und umsichtigen Umgang mit ihren religiösen Fragen. Das Fortbildungsprogramm kann helfen, Sprachfähigkeit in Fragen des Glaubens zu fördern“, unterstreicht Landespfarrer für Diakonie, Dr. Eberhard Schwarz . Damit betont er die Wichtigkeit, als Diakonie solche Inhalte weiterzugeben.
Wenn die Sonnenblumengruppe die Evangelische Kirche besucht und sich das Taufbecken anschaut, kann dahinter die religionspädagogische Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte stecken. Die Weiterbildung endet am 21. September mit dem Überreichen der Zertifikate in der Evangelischen Akademie Hofgeismar.
Die Absolventen werden künftig spezielle Angebote entwickeln, um für Kinder, die nach Gott fragen, die richtigen Antworten parat zu haben: Sie bieten Formen des gelebten Glaubens an, der zu den kleinen Menschen passt und sie nicht überfordert. Gleichzeitig geben sie das Gelernte in ihren Einrichtungen weiter, fungieren als Multiplikatoren.
„Wir wollen zum einen Anstöße geben, religiöse Themen und Anliegen der Kinder besser wahr- und aufzunehmen, zum anderen zu einem Bewusstsein für ein evangelisches Profil in der Kita beitragen“, beschreibt Regine Haber-Seyfarth, Fachreferentin im Diakonischen Werk in Kurhessen-Waldeck, die Idee hinter der Qualifizierung.
Insgesamt fünf Fachreferentinnen bieten 221 evangelischen Tageseinrichtungen für Kinder in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck Beratung und Begleitung in pädagogischen, organisatorischen oder Qualitätsfragen. Diese religionspädagogische Qualifizierung ist Ausdruck für den Bildungsauftrag, dem sich die Evangelische Kirche in Kurhessen-Waldeck (EKKW) verbunden fühlt. Einen wesentlichen Aufgabenbereich stellt die Arbeit in den Kindertagesstätten dar: Etwa 14.800 Kinder werden im Gebiet des Diakonischen Werks in Kurhessen-Waldeck betreut.
Redaktion: Susanne Bullien, Telefon: (05 61) 10 95 - 333
Immer mehr Menschen mit psychischen Auffälligkeiten wählen in ihrer Not die 0800 111 0 111, resümiert Helga Thomson, Geschäftsführerin der Telefonseelsorge Nordhessen e.V. anlässlich deren 50-jährigen Bestehens. Die Zahl der Anrufe stieg um fast 200 Prozent von knapp 8000 in den Achtzigern auf fast 24000 Telefonate im Jahr 2006. Dazu trägt auch eine gebührenfreie Nummer bei, die seit 1997 existiert.
„Viele mit Depressionen, Ängsten, Suchtproblemen oder anderen psychischen Störungen suchen bei unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern Unterstützung am Telefon. Manchmal geht es um die Miete, die nicht gezahlt werden kann – wegen eines Seitensprungs ruft kaum jemand noch an“, stellt Thomson fest. Die älteste Telefonseelsorge Hessens nahm 1957 in Kassel ihre Arbeit auf. Ihre Gründer prägten den inzwischen geschützten Begriff „Telefonseelsorge“.
Anlässlich einer Feierlichkeit zum Jubiläum am 14. September würdigt Dekan Gerd Haenisch, 1. Vorsitzender des Vereins Telefonseelsorge Nordhessen e.V., den professionellen Einsatz der rund 90 Ehrenamtlichen: „Es ist eine große Leistung unserer Mitarbeiter, mit viel Kompetenz und großem Einfühlungsvermögen von jugendlichen Spaßanrufern bis hin zum Arbeitslosen mit Todeswunsch alle in ihrer jeweiligen Befindlichkeit anzunehmen.“
Bei den Ehrenamtlichen handelt es sich um einen ausgewählten Kreis von Männern und Frauen, die eine ein Jahr dauernde Ausbildung absolviert haben. Die Schulung beinhaltet Gesprächsführung nach Carl Rogers und berücksichtigt systemische Therapieansätze. Die Ausbildung ist kostenlos, sofern sich die Mitarbeitenden verpflichten, zwei Jahre lang beim Kummertelefon mitzuarbeiten. Eine Schicht dauert vier Stunden; der Arbeitsumfang beläuft sich auf rund 80 bis 120 Stunden Dienst am Telefon. Eine eineinhalbstündige Supervision findet 14-tägig statt. Ist die einzige Leitung der Telefonseelsorge besetzt, erfolgt automatisch eine Umschaltung nach Fulda.
Die Zahl der mehrheitlich ehrenamtlich Mitarbeitenden hat von 15 im Jahr 1970 über 60 im Jahr 1992 auf heute 90 zugenommen. Die Ehrenamtlichen wie auch die Anrufer bleiben anonym; dies bewahrt den Anrufer vor Entblößung seiner seelischen Nöte und dient seinem Schutz. Dem Berater hilft es im professionellen therapeutischen Kontext und schützt ihn etwa in dem Falle, wenn der Anrufer nicht mit dem Gesprächsergebnis zufrieden ist.
Im Gebiet des Diakonischen Werks in Kurhessen-Waldeck (DWKW) gibt es vier Beratungsstellen für Telefonseelsorge: Die in Fulda wird getragen vom Kirchenkreis, in Hanau tragen die Einrichtung mehrere Kirchenkreise, Marburg wird von der evangelischen Allianz angeboten; Kassel ist die älteste Einrichtung und ein eingetragener Verein. Die Hälfte des Budgets der Kasseler Stelle wird von der Evangelischen Kirche in Kurhessen-Waldeck (EKKW) und dem Bistum Fulda zu zwei Drittel bzw. 1/3 finanziert. Die andere Hälfte muss aus Spenden und Zuwendungen bestritten werden.
Deutschlandweit gibt es 105 Telefonseelsorgestellen. Die „Telefonseelsorge“ auf Deutschland-Ebene hat sich erst 2006 gegründet. Damit endete auch die Ära der „Lebensmüdenberatung“, wie die erste solche Anlaufstelle in Berlin, gegründet 1956, bislang hieß. Seit 1978 gibt es für alle Stellen in Deutschland gemeinsame Leitlinien. Dazu gehören die „Rund-um-die-Uhr-Besetzung“ und die Wahrung der Anonymität. Die Telefonseelsorge Nordhessen e.V. ist Mitglied im Diakonischen Werk in Kurhessen-Waldeck.
Förderverein Telefonseelsorge Nordhessen
Konto 7240 bei der
EKK, BLZ 520 604 10
Pfarrer Erich Stange begann im Jahr 1957, dieses telefonische Seelsorgeangebot in Kassel aufzubauen. Einige Helfer und Helferinnen, die aus dem Umfeld Stanges kamen, unterstützten ihn. Ursprünglich war daran gedacht, dass Menschen in suizidalen Krisen ein telefonisches Angebot erhalten, wo sie anonym und rund um die Uhr Hilfe erhalten. Bald zeigte sich, dass Menschen mit all ihren Sorgen, Problemen und ihren belastenden Gefühlen von Trauer, Schmerz, Angst, Einsamkeit, dieses Angebot dankbar nutzten.
Die Idee der Telefonseelsorge breitete sich rasch in ganz Deutschland aus. Heute sind es über 100 Stellen, die denselben Richtlinien folgen:
Diese Kriterien erfüllt auch die Telefonseelsorge Nordhessen e. V. Die Telefonseelsorge Nordhessen e.V. ist für die Region Nordhessen zuständig, alle Anrufe werden dorthin geschaltet und phasenweise noch Handyanrufe dazu.
Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben von Beginn an diesen Dienst übernommen. Zunächst waren es nur 10 – 12 Ehrenamtliche, in den 70iger Jahren dann schon 25. Das Medium „Telefon“ wurde nach und nach in fast allen Haushalten zum festen Bestandteil und ist heute eine Selbstverständlichkeit. 1978 wurden von der ev. und kath. Kirche die „Leitlinien für den Dienst am Telefon“ verabschiedet. Anonymität, Rund-um-die-Uhr-Besetzung, Aus-, Fort- und Weiterbildungsrichtlinien für die Ehrenamtlichen wurden dort verbindlich geregelt.
1997 hat die deutsche Telekom, als Partner der Telefonseelsorge, die Kos-ten der gebührenfreien Nummern übernommen und die Aufteilung in Regionen. Seitdem steigt die Anzahl der Anrufe sprunghaft an. 1979: 7 800 Anrufe und im Jahr 2000 bereits
12 000 Anrufe.
Die Kasseler Telefonseelsorge hat sich in den 70iger Jahren für die Vereinsform entschieden. 1. Vorsitzender über 30 Jahre war Udo Lüst, Pfarrer i.R., seit 2002 ist Gerd Haenisch, Dekan Kassel-Land der 1. Vorsitzende, Geschäftsführerin ist Helga Thomson.
In der Telefonseelsorge Nordhessen e.V. führen 85 ehrenamtliche Mitarbei-terinnen und Mitarbeiter die Gespräche am Telefon, davon haben 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Juli 2007 ihre einjährige Ausbildung beendet und sind jetzt neu mit dabei.
Einsamkeit, Beziehungsprobleme, akute Krisensituationen, psychische Erkrankungen, wie Depressionen, Zwänge, Ängste etc., Sinn- und Orientierungslosigkeit sind die wesentlichen Schwerpunkte der Themen und der emotionalen Befindlichkeit.
Die Telefonseelsorge kann Probleme nicht lösen. Aber sie kann vielleicht dabei helfen, dass Anrufende einen Lösungsweg für sich entdecken. Wer seine Probleme in Worte fasst, sieht sie klarer. Im Gespräch erfährt er menschliche Nähe, Zuwendung, Anstoß zu neuem Lebensmut. Indem jemand zuhört, antwortet, nachfragt, erleben sich viele wieder lebendig. Oft ist das der erste wesentliche Schritt zur Problemlösung, oder der Neuorientierung in belastenden Lebenssituationen.
Die Telefonseelsorge sieht sich auch und gerade heute als Gesprächspart-ner, wenn es um die Sinnfrage geht: Wer Unglück ertragen muss, fragt nach dem Sinn seiner Leiden. Und das ist die Frage nach Gott, nach der Suche der Kraft Gottes.
Redaktion: Susanne Bullien, Telefon: (05 61) 10 95 - 333
AIDS ist das Thema, das alle an einen Tisch zusammenführte: 12 Esten machten sich auf den Weg, die Experten im Diakonischen Werk in Kurhessen-Waldeck zu befragen und ihre ehrenamtliche Arbeit vorzustellen. Am 20. August begrüßte sie Dr. Eberhard Schwarz im Rahmen des Osteuropa-Hearings. Dieses regelmäßige Treffen ist Teil der Arbeit von Hoffnung für Osteuropa und dient dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch. Diesmal standen ganz die Gäste aus Estland im Mittelpunkt. Mit ihrer Wissbegier, wie Diakonie in Deutschland „funktioniert“, überraschten sie den Landespfarrer für Diakonie ein wenig. Der freute sich aber, den Ehrenamtlichen über Diakonie berichten zu können und auf so viel Interesse zu stoßen. „Diakonie macht sich zum Anwalt derer, die am Rande der Gesellschaft stehen. Deswegen unterstützen wir die Arbeit von „Hoffnung für Osteuropa“, bekräftigte Schwarz.
Die Besucherdelegation, zumeist ehrenamtliche Mitarbeiter der Aids-Hilfe in Estland, setzte sich aus Medizinern, Psychologen, Lehrern und Studenten zusammen. Die Männer und Frauen arbeiten zum Beispiel in Estlands größtem Männergefängnis oder entwickelten eine Aufklärungskampagne für Schulen. „Ich habe den Eindruck gewonnen, dass die Aidshilfe in Estland schon sehr gut organisiert ist, wir konnten die Delegation in ihrer Arbeit eigentlich nur noch bestärken“, meinte Hans Barbknecht, im DWKW Referent für Mittel- und Osteuropa.
Der Besuch bot der Besuchergruppe aus Estland nun die Gelegenheit, einige Hilfeeinrichtungen der Diakonie in Hessen, in Hamburg, Köln und Berlin kennen zu lernen: In Kurhessen-Waldeck stand ein Besuch des Diakonischen Werks Waldeck-Frankenberg mit Sitz in Korbach auf dem Programm. Hier erwartete sie ein offenes Gespräch mit der Schwangerenberatung, zu deren Aufgaben auch die Präventionsarbeit im Blick auf Aids-Gefahren gehört. Die Besuchergruppe informierte sich schwerpunktmäßig über die Arbeit der Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle. Aber auch die weiteren Angebote des Diakonischen Trägers hinsichtlich etwa der Suchtberatung und Suchtprävention konnten sie dort in Augenschein nehmen.
Aus dem Bereich der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck engagieren sich rund 60 Initiativen für den Austausch und die Hilfe in den Ländern des ehemaligen Ostblocks. Dabei geht es um die Unterstützung beim Aufbau von tragfähigen Strukturen der Kirchen und der Diakonie in Osteuropa, aber auch um die ganz konkrete Hilfe unter anderem mit Medikamenten, Lebensmitteln und landwirtschaftlichen Maschinen.
Alle Projekte werden gemeinsam mit den Partnern in den osteuropäischen Ländern geplant und umgesetzt. Ungezählte ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Kurhessen-Waldeck unterstützen diese Maßnahmen. Dabei steht die Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund. Mit Sachspenden und finanzieller Unterstützung haben Menschen aus Kurhessen-Waldeck auf diese Weise Menschen in Estland, Litauen, Bosnien, in der Ukraine, Russland und Weißrussland geholfen. Estland ist Schwerpunktland der 14. Aktion „Hoffnung für Osteuropa“.
Spendenkonto der Aktion „Hoffnung für Osteuropa“
Konto 200 000, Evang. Kreditgenossenschaft Kassel, BLZ 520 604 10
Susanne Bullien
Wer mit Menschen mit Behinderung arbeiten will oder mit Kindern und Jugendlichen, die spezielle Betreuung brauchen, kann sich jetzt wieder weiterqualifizieren. Das Angebot des Evangelischen Fröbelseminars in Kassel richtet sich an Erzierherinnen und Erzieher, die sich zu einer solchen Fachkraft ausbilden lassen möchten.
Die Ausbildung vermittelt theoretische und praktische Kenntnisse, Einsichten und Handlungsfähigkeiten, die erforderlich sind, um beeinträchtigte Kinder, Jugendliche und Erwachsene heilpädagogisch zu fördern.
Der Unterricht findet donnerstags von 15-20 Uhr, freitags in der Zeit von 9.00 Uhr bis 16.45 und an einem Samstag im Monat statt. Der fachpraktische Unterricht, der unterrichtsbegleitend oder in Blockform stattfinden kann, sowie ein internetbasiertes Lernarrangement ergänzen den Präsenzunterricht. Die Schulferien orientieren sich an den Ferien in Hessen. Die Weiterbildung kostet 90 Euro im Monat.
Berufsfelder für HeilpädagogInnen sind: Die Frühförderung behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder. Sie können außerdem in schulvorbereitenden und schulergänzenden Einrichtungen oder Sonderschulen arbeiten. Einsatzmöglichkeiten finden sich auch in Heilpädagogischen Tagesstätten, Heimen und Pflegestellen, Integrativen Einrichtungen, Rehabilitationseinrichtungen, Beratungsstellen oder Psychiatrischen Einrichtungen wie zum Beispiel Kliniken oder Sozialtherapeutische Einrichtungen.
Weitere Auskünfte gibt der zuständige Fachbereichsleiter Detlev Wolf. Er informiert gern zu den Inhalten der Weiterbildung und den Berufschancen als Heilpädagoge/Heilpädagogin:
Ev. Fröbelseminar des Diakonischen Werkes,
Sternbergstraße 29,
34121 Kassel
Tel. (0561) 81 64 00 oder 8 16 40 13
Email: d.wolf@ev.froebelseminar.de
Homepage: www.ev.froebelseminar.de
Das Evangelische Fröbelseminar gehört zum Diakonischen Werk in Kurhessen-Waldeck (DWKW). Die Diakonie in Kurhessen-Waldeck bietet mit 12 Schulen und insgesamt 24 Ausbildungsstätten an 10 attraktiven Standorten eine qualifizierte Ausbildung in 11 Berufen. In den diakonischen Schulen bilden etwa 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter pro Jahr rund 1.500 junge und erwachsene Menschen in sozialen Berufen aus. Neben den Schulen und Ausbildungsstätten bieten die Einrichtungen zahlreiche Ausbildungsplätze, z.B. in den Bereichen Verwaltung und Hauswirtschaft, an.
Redaktion: Susanne Bullien, Telefon: (05 61) 10 95 - 333
Erstmals können junge Frauen und Männer, die sich für die pädagogische Arbeit mit Kindern qualifizieren wollen, zwei Abschlüsse innerhalb von vier Jahren erreichen: den staatlich anerkannten Abschluss als Erzieher/-in und gleichzeitig einen Bachelor of Arts. Dieser international anerkannte Abschluss ist als Folge des Bologna-Prozesses bundesweit in den Hochschulen als erster Studienabschluss eingeführt worden.
„Die stärkere wissenschaftliche Fundierung der Erzieherinnen- und Erzieher-Ausbildung ist auch ein Tribut an die Nach-Pisa-Diskussion“, erklärt Eckehard Zühlke, Direktor des Evangelischen Fröbelseminars in Kassel und Korbach. anlässlich des Starts des Ausbildungsgangs „Erziehung und Bildung in der Kindheit“ am 20. August
Der Studiengang ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen dem Ev. Fröbelseminar in Kassel, der diakonischen Hephata-Akademie für soziale Berufe in Schwalmstadt, sowie der Pädagogischen Akademie Elisabethenstift und der Evangelischen Fachhochschule in Darmstadt. Die beteiligten Ausbildungsstätten haben die Inhalte sorgfältig aufeinander abgestimmt. Große Teile der Fachschulausbildung sind nun wie in der Fachhochschule modularisiert.
Der grundständige Ausbildungsgang beginnt an der Fachschule für Sozialpädagogik; es startet neben Kassel in diesem Jahr auch das Elisabethenstift in Darmstadt. Je 25 Studierende wagen sich an die Ausbildung: Sie besitzt im Verbund von Fachschule und Fachhochschule Modellcharakter – und damit im Verbund von bewährter praxisbezogener Kompetenz und wissenschaftlicher Orientierung.
Zühlke spricht von einer Evolution in der Kindergartenarbeit: „Es geht um besseres Verständnis dafür, dass Kinder mehr wissen und lernen wollen.“ Er verweist auf die traditionelle Vorreiter-Rolle der Ausbildungsstätte, die ihre Ursprünge im Wirken des Kindergarten-Erfinders Friedrich Fröbel hat.
Kopf des Dozenten-Teams ist die Erziehungswissenschaftlerin Dr. phil. Kerstin Weike-Bierbüsse. Sie koordiniert Unterricht und Lehre mit zwei weiteren Dozentinnen: „Der Clou ist Verknüpfung der Tradition der Fachschule mit ihren Praxisebenen mit der wissenschaftlichen Orientierung der Hochschule“, erklärt Weike-Bierbüsse: „Davon versprechen wir uns eine nachhaltige Verbesserung der Qualifizierung der Fachkräfte.“
Hintergrund:
Im Evangelischen Fröbelseminar werden seit 1890 - seit 1896 in Kassel – durch 70 haupt- und nebenamtliche Lehrkräfte sozialpädagogische Fachkräfte ausgebildet. Eine Außenstelle gibt es in Korbach. Die Schulen sind Teil des Diakonischen Werkes in Kurhessen-Waldeck. Knapp 600 Studierende erlernen an drei Standorten die Berufe der Erzieher/-innen, Heilpädagogen/-innen oder Sozialassistenten/-innen. Bereits seit 1929 steht dem Ev. Fröbelseminar in Kassel ein eigener Lehrkindergarten als Lernort, Praxis- und Ausbildungsbetrieb zur Verfügung.
Die Diakonie in Kurhessen-Waldeck bietet mit zwölf Schulen und insgesamt 24 Ausbildungsstätten an zehn attraktiven Standorten eine qualifizierte Ausbildung in elf Berufen. In den diakonischen Schulen bilden etwa 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter pro Jahr rund 1.500 junge und erwachsene Menschen in sozialen Berufen aus. Neben den Schulen und Ausbildungsstätten bieten die Einrichtungen der Diakonie zahlreiche Ausbildungsplätze, z.B. in den Bereichen Verwaltung und Hauswirtschaft, an.
Das Diakonische Werk in Kurhessen-Waldeck e.V. ist ein Landesverband der freien Wohlfahrtspflege. Mehr als 200 Vereine, Krankenhäuser, Einrichtungen der Sucht- oder Behindertenhilfe organisieren mit rund 12 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie ungezählten Ehrenamtlichen die soziale Arbeit der Evangelischen Kirche im Gebiet von Kurhessen-Waldeck.
Redaktion: Susanne Bullien, Telefon: (05 61) 10 95 - 333
Mit einem Brief wendet sich Dr. Eberhard Schwarz, Landespfarrer für Diakonie, heute an alle Mitarbeitenden des Diakonischen Werks in Kurhessen-Waldeck. Darin ruft er sie auf, sich möglichst zahlreich an den am 30. September anstehenden Kirchenvorstandswahlen zu beteiligen.
„Sie alle möchte ich heute ermuntern: Gehen Sie zur Wahl! Nehmen Sie diese Möglichkeit der demokratischen Mitbestimmung in der Evangelischen Kirche wahr. Bestätigen und unterstützen Sie damit das Engagement Ihrer Kirchengemeinde", so der Landespfarrer wörtlich. In seinen Zuständigkeitsbereich fallen mehr als 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und unzählige Ehrenamtliche aus den Bereichen Jugendhilfe, Alten- und Behindertenhilfe, Suchthilfe oder Wohnungslosenhilfe.
Auch für die, die nicht für den Kirchenvorstand kandidieren, gebe es zahlreiche andere verantwortungsvolle Mitwirkungsmöglichkeiten in den Kirchengemeinden und den Kirchenkreisen, erklärt Schwarz weiter. „Auch hier möchte ich die ermuntern, die persönliche Freiräume für ein sinnvolles Engagement sehen: Bieten Sie Ihre Mitarbeit in den diakonischen Gremien an! Bringen Sie Ihre im diakonischen Arbeitsfeld gewonnen Kenntnisse auch in die Arbeit der Kirchengemeinden und Kirchenkreise ein!“
Alle sechs Jahre werden die Kandidatinnen und Kandidaten für diese wichtige Funktion in allen Kirchengemeinden der EKKW (Evangelische Kirche in Kurhessen-Waldeck) gewählt. „Ich freue mich darüber, wenn Menschen, die in diakonischen Diensten und Einrichtungen tätig sind, ehrenamtlich auch Verantwortung für Ihre Kirchengemeinde übernehmen und so deutlich machen, dass Kirche und Diakonie zusammengehören“, schreibt Schwarz den Mitarbeitern in der Diakonie.
Das Diakonische Werk in Kurhessen-Waldeck e.V. ist der evangelische Landesverband der freien Wohlfahrtspflege in einem Gebiet von Nordhessen bis vor die Tore Frankfurts, einschließlich Schmalkaldens in Thüringen. Mehr als 200 Vereine, Krankenhäuser, Einrichtungen der Sucht- oder Behindertenhilfe organisieren die soziale Arbeit der Evangelischen Kirche – von A wie Asyl bis Z wie Zivildienst.
Brief zur Kirchenvorstandswahl zum Download
Redaktion: Susanne Bullien, Telefon: (05 61) 10 95 - 333
Das Spendenergebnis der Aktion "Brot für die Welt" in Kurhessen-Waldeck ist im Jahr 2006 leicht gesunken. Die Spenden in Höhe von 1.892.659 Euro lagen um 4,4 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres. Das Ergebnis resultiert aus den Spenden und Kollekten in den Kirchengemeinden sowie aus Direktspenden auf zentrale Konten.
Sinkende Spendeneinnahmen seien auch bei anderen Entwicklungswerken zu beobachten. "Der Rückgang der Spendenbereitschaft ist vielleicht ein Ausdruck von Spendenmüdigkeit nach dem großen Tsunami-Engagement. Langfristige Entwicklungsvorhaben, wie sie von der Aktion "Brot für die Welt" gefördert werden, haben nicht die Medienwirksamkeit, wie die Hilfe im Katastrophenfall", so Claus-Dieter Suß, Öffentlichkeitsreferent des Diakonischen Werk in Kurhessen-Waldeck e.V.. Er dankte allen Spenderinnen und Spendern, die die Arbeit der Aktion "Brot für die Welt" unterstützen.
Bundesweit sank das Spendenaufkommen des Hilfswerks der evangelischen Kirchen in der Bundesrepublik mit ca. 51,5 Millionen Euro um rund 5,5 Prozent.
"Brot für die Welt" wurde 1959 in Berlin gegründet. Die Aktion förderte im vergangenen Jahr 1071 Projekte in Afrika, Asien und Lateinamerika. Gemeinsam mit ihren Partnern vor Ort leistet sie damit effektive Hilfe zur Selbsthilfe.
Am Ersten Advent ist die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck Gastgeberin der bundesweiten Eröffnung. Mit einem Festgottesdienst in der Marburger Elisabethkirche wird am 2. Dezember 2007 die 49. Aktion "Brot für die Welt" eröffnet.
Spendenkonto: "Brot für die Welt", Konto 200 000, Evang. Kreditgenossenschaft Kassel, BLZ 520 604 10
Redaktion: Claus-Dieter Suß, Telefon: (05 61) 10 95 - 303
Zum ersten Mal seit ihrem Bestehen öffnen sich die Tore der Kapelle des Diakonischen Werks in Kurhessen-Waldeck einer breiteren Öffentlichkeit. Sie ist dem Verwaltungssitz in Kassel, Kölnische Straße 136, angegliedert.
Das Gotteshaus, das 2003 vom RJ Planungsbüro, Kassel, fertiggestellt wurde, wird am 29. Juni 2007 in der Zeit von 18.00 bis 22.00 Uhr anläßlich der „Nacht der offenen Kirchen“ zu besuchen sein. Ab 18.00 Uhr gibt es einführende Informationen über das Gebäude und seine Funktion; engagierte Mitarbeiter beantworten alle Fragen rund um die Kapelle und zur Diakonie.
„Die Arbeit der Diakonie gründet in dem Wort Gottes“, sagt der Landespfarrer für Diakonie in Kurhessen-Waldeck, Dr. Eberhard Schwarz: „Auch wenn unsere Arbeit im Landesverband vor allem sozialpolitischen und beratenden Charakter hat, braucht sie doch und gerade die Stärkung durch Gottes Wort.“ Die Kapelle, die sonst Raum für Gottesdienste und Andachten für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Werks bietet, wird mit einer Ton-Bild-Installation zu den Kapellenfenstern aufwarten. Diese wurden - wie der gesamte Innenraum - von dem Künstler Tobias Kammerer gestaltet. Die Glaskunst der Fenster berichtet über die Werke der Barmherzigkeit und geht auf die Pfingstgeschichte ein. Beginn der Schau ist jeweils zur halben Stunde.
Diakonie ist die soziale Arbeit der Evangelischen Kirche. Das Diakonische Werk in Kurhessen-Waldeck e.V. ist der evangelische Landesverband der freien Wohlfahrtspflege in einem Gebiet von Nordhessen bis vor die Tore Frankfurts, einschließlich Schmalkaldens in Thüringen. Seine 210 Mitglieder, wie etwa Stiftungen und Vereine, Krankenhäuser, aber auch Einrichtungen der Sucht- oder Behindertenhilfe bewältigen mit rund 12 000 Mitarbeitern und ungezählten Ehrenamtlichen soziale Aufgaben – von A wie Asyl bis Z wie Zivildienst.
Redaktion: Susanne Bullien, Telefon: (05 61) 10 95 - 333
700 - 588 - 1: Joachims Weg vom Rand zur Mitte
Irgendwie gehört er schon zum Inventar. So wirkt Joachim, den alle nur Jo nennen. So hört er sich an, wenn er von seinen Aufgaben im Kulturzentrum Waggonhalle in Marburg erzählt. Und irgendwie sieht der junge Berliner auch so aus. Den Proletenschieber keck auf den zerzausten Locken, den Lolli im Mundwinkel. Jo ist vorbestraft. Jetzt hat er hier einen 1-Euro-Job und ist damit richtig zufrieden: Für den ehemaligen Hausbesetzer standen 700 gemeinnützige Stunden auf seiner Agenda, und als er die abgearbeitet hatte, kamen noch mal 588 dazu. Und der Besucher glaubt ihm sofort seine Ratlosigkeit – so schnell kann man verurteilt werden…
Statt Höfe fegen …
Als Glücksfall erwies sich da für ihn das Projekt der Eingliederungshilfe Marburg (egh). Der kleine, gemeinnützige Verein kümmert sich in der Elisabethstadt um die, die nach Bau oder Bewährungsstrafe Beratung, Wohnung und vor allem Arbeit brauchen. Oder ihre Geldstrafe als gemeinnützige Arbeit ableisten. Jo und auch sein Kollege Theo Z. haben aber keine eintönigen Pflichten erfüllt, wie Höfe von Behörden gefegt; sie haben gleich was Richtiges machen können: Sie kamen zu Hans-Joachim Schröder, der für sie eine Einsatzstelle in einem Projekt hatte.
Der Mitarbeiter der Eingliederungshilfe Marburg ist Jo's Arbeitsanleiter. „Die Waggonhalle kooperiert gerne mit uns. Hier haben wir mehrere Einsatzstellen. Das Waggonhallenteam kümmert sich gut um unsere Leute.“ Es gehe darum, die Klienten in das Team an der ausgesuchten Einsatzstelle einzubinden. Zum Konzept gehöre, Verbindlichkeiten herzustellen und zeitliche Absprachen zu treffen: „Wir versuchen, dass ihr Arbeitseinsatz sie in das entsprechende Gemeinwesenprojekt integriert“, erklärt Schröder.
Ein Ziegengehege tischlern
Allein in Hessen wurden Geldstrafen von insgesamt 116.521 Tagessätzen im Jahr 2005 in gemeinnützige Arbeit umgewandelt. Das betraf 3.540 Personen. Die Umwandlungsmöglichkeit gibt es bei - auf Amtsdeutsch - Uneinbringlichkeit, also Zahlungsunfähigkeit wegen Arbeitslosigkeit oder anderen wirtschaftlichen oder sozialen Problemen. Wie bei Jo. Ebenso Theo Z., der in der Werkstatt, die das Kulturzentrum Waggonhalle zur Verfügung stellt, Handwerksarbeiten erledigt. In 180 Arbeitsstunden tischlert er Gerätschaften für ein Ziegengehege der Bettina-von-Arnim-Schule. Die behinderten Kinder, die die Schule besuchen, werden sich freuen, wenn ich das aufbauen, denkt er. „Ich habe immer was gemacht, die ganze Zeit. Aber Berufserfahrung zählt ja nicht mehr“, blickt er nachdenklich zurück. Und jetzt? „Ich mache alles außer Strom, was ist mir egal. Hauptsache, ich habe Arbeit.“ 160 Stunden hat er schon weggeschafft.
Von Hartz IV
Der Schreiner war arbeitslos, auf Hartz IV. Seine Arbeitsauflage hat er erfüllt, indem er hier etwas fürs Gemeinwesen tat. Das Team und die Verantwortlichen waren mit seinen Fähigkeiten und seiner Schaffensfreude so zufrieden, dass sie sich bemühten, für ihn einen 1-Euro-Job zu bekommen. Mit Erfolg. Seit dem 1. Mai hat er schon einen, betont er. Jetzt tischlert und sägt und feilt er wieder. Und wenn er davon erzählt, so hört man, wie froh er darüber ist. Auch für Jo war die Gemeinnützige Arbeit das Sprungbrett zum 1-Euro-Job gewesen. Die nächste Stufe, der Schritt zu einer Arbeitsstelle auf dem 1. Arbeitsmarkt, wird jedoch weiterhin sehr schwer bleiben. Trotzdem, für Theo und Jo ist es wichtig, wieder eine sinnvolle Arbeit und Tagesstruktur gefunden zu haben, verbunden mit gesellschaftlicher Anerkennung. Nur den Hof fegen und die Grünanlagen machen… da ist schon so manch einer gar nicht mehr gekommen.
Zum 1-Euro-Job
„Je interessanter, je wichtiger die Arbeit, umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass sie bis zum Ende durchhalten werden“, erklärt Herwig Honus, Geschäftsführer der Eingliederungshilfe. Ehemalige Straffällige oder von Haft bedrohte Menschen sind in einer schwierigen Lage. Suchen sie die Mitarbeiter in deren diakonischer Beratungsstelle in der Marburger Innenstadt auf, fehlt es meist an allem: Einkommen, Wohnraum, Arbeit, Ausbildung, Tagesstruktur, die sozialen Kontakte inklusive. Viele Hilfe Suchende sind mehrfach vorbestraft, alkohol- oder drogenabhängig und haben eine geringe Frustrationstoleranz. Und jetzt noch was Gutes tun? Oft muss erst das Naheliegendste erledigt werden: Einzug in eine Wohnung, verschiedene Starthürden bewältigen. Mit 12 Plätzen im Betreuten Wohnen hilft ihnen dabei Diplom-Pädagogin Kerstin Özülkü, die dritte egh-Mitarbeiterin.
Und von da wieder auf einen guten Weg
Das hessische Justizministerium sieht Arbeitsauflagen nüchterner: Für die Haftanstalten bedeute es eine Entlastung von Ersatzfreiheitsstrafen, die sonst vollzogen werden müssten, wenn eine Geldstrafe nicht geleistet wird. Für das Ministerium bringt es eine Einsparung im Haushalt im zweistelligen Millionenbereich obendrein, so lässt die Pressestelle verlautbaren.
Der Marburger Verein, der Mitglied im Diakonischen Werk in Kurhessen-Waldeck ist, schließt sich der Sicht der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) an. Die Diakonie, sozialer Arm der Kirche, will die Hilfen für Straffällige verbessern. So sollen ihre gesellschaftliche Integration und Resozialisierung gefördert werden. Sie hilft den Betroffenen und ihren Familien während einer Haft und nach der Entlassung. Pro Jahr werden in Deutschland rund 150.000 Menschen inhaftiert. Die Inhaftiertenrate steigt seit einigen Jahren. Sie sitzen ihre Strafe in etwa 300 Haftanstalten ab. Mit etwas Glück werden sie – meistens sind es Männer - zu Pilgern. Denn in denselben Werkstatt-Räumen entstehen die Schilder, die den Elisabeth-Weg von Marburg nach Erfurt kennzeichnen. Er ist Teil des berühmten Jakobswegs. Und so kommen Schröders Schützlinge wieder auf den Pfad zurück – nachdem sie „mal weg waren“.
Susanne Bullien
Zu einer Art Para-Documenta laden Kunstprojekte von Behinderten-Einrichtungen aus dem Bereich der Diakonie: Mit wie viel Kraft, Inspiration und Gestaltungsfreude Menschen mit Behinderung Kunst schaffen, ist begleitend zur documenta 12 in Kassel in einer Ausstellung des Diakonischen Werkes in Kurhessen-Waldeck e.V. zu bestaunen.
An die 30 Werke der „KunstGefährten“ werden vom 21. Juni bis zum 27. Juli 2007 in den Geschäftsräumen der Evangelischen Kreditgenossenschaft eG (EKK) in Kassel zu sehen sein. Mit von der Partie sind die Kunstprojekte „Maske Blauhaus in Tinaia“, „AMOS“ und „Malgruppe Emilius“ (alle ehemals Diakonie Wohnstätten, jetzt Baunataler Diakonie Kassel), das Farbenhaus des Hessischen Diakoniezentrums Hephata, die Malwerkstatt der Baunataler Diakonie Kassel (vormals Baunataler Werkstätten) und schließlich die Künstler des Tanner.
Die Arbeiten werden während der Geschäftszeiten der EKK (Montag bis Freitag 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr, Montag und Dienstag 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr, Donnerstag 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr) in der Garde-du-Corps-Straße 7 zu sehen sein. Ein Empfang mit Künstlern ist am 4. Juli um 14.00 Uhr geplant. Gastgeber und Filialleiter Joachim Beumler und Landespfarrer für Diakonie Dr. Eberhard Schwarz werden die Künstler und Kunstliebhaber begrüßen. „Wenn der Kunstliebhaber das Werk eines Menschen, der sich in einer diakonischen Einrichtung kreativ ausdrückt, betrachtet, stellt sich vielleicht die Überraschung ein: „Dass die das können! - Und ob!“ betont der Landespfarrer für Diakonie, Dr. Eberhard Schwarz.
Der Kunst mit Handicap hat der Leiter der legendären documenta 5, Harald Szeemann, zum Durchbruch verholfen. Er bezog 1972 erstmals die Bilder von Außenseitern wie Adolf Wölfli in die Ausstellung mit ein. Bis dahin waren künstlerische Einzelgänger in der bislang üblichen Betrachtungsweise der Kunst übersehen worden.
Redaktion: Susanne Bullien, Telefon: (05 61) 10 95 - 333
Die Perspektiven heilpädagogischer Arbeit mit Menschen mit Behinderung ist Thema einer Fachtagung am 15. Juni 2007 von 10-17 Uhr im Evangelischen Fröbelseminar.
Die evangelische Ausbildungsstätte im erzieherischen Bereich Nordhessens stellt damit ein wichtiges Spannungsfeld in den Mittelpunkt: Wie gelingt es, Selbstbestimmung für die Menschen mit Behinderung zu erreichen, ohne dass sie zum Feigenblatt für knappe Kassen bei Leistungsträgern wird? "Die neue Freiheit kann von den Gebern dazu genutzt werden, Konzepte zu entwickeln, die in Wahrheit Leistungskürzung verschleiern", sagt Detlev Wolf, Fachbereichsleiter der Fachschule für Heilpädagogik. Höhepunkt der Tagung wird das Gespräch mit dem Betroffenen Edgar Höfle aus Marburg, der mit seiner gesetzlichen Betreuerin Christine Liersch erwartet wird. Er stellt seinen Weg aus verschiedenen psychiatrischen Anstalten zum selbst bestimmten Wohnen in den eigenen vier Wänden dar.
An der renommierten Schule werden seit 1890 - seit 1896 in Kassel - durch 70 haupt- und nebenamtliche Lehrkräfte sozialpädagogische Fachkräfte ausgebildet. Die Schulen sind Teil des Diakonischen Werkes in Kurhessen-Waldeck. Knapp 600 Studierende erlernen an drei Standorten die Berufe der ErzieherInnen, HeilpädagogInnen oder SozialassistentInnen. Bereits seit 1929 steht dem Ev. Fröbelseminar in Kassel ein eigener Lehrkindergarten als Lernort, Praxis- und Ausbildungsbetrieb zur Verfügung.
Die Diakonie in Kurhessen-Waldeck bietet mit 12 Schulen und insgesamt 24 Ausbildungsstätten an 10 attraktiven Standorten eine qualifizierte Ausbildung in 11 Berufen. In den diakonischen Schulen bilden etwa 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter pro Jahr rund 1.500 junge und erwachsene Menschen in sozialen Berufen aus. Neben unseren Schulen und Ausbildungsstätten bieten wir auch in unseren Einrichtungen zahlreiche Ausbildungsplätze, z.B. in den Bereichen Verwaltung und Hauswirtschaft, an.
Das Diakonische Werk in Kurhessen-Waldeck e.V. ist ein Landesverband der freien Wohlfahrtspflege. Mehr als 200 Vereine, Krankenhäuser, Einrichtungen der Sucht- oder Behindertenhilfe organisieren mit rund 12 000 Mitarbeiterinnen und ungezählten Ehrenamtlichen die soziale Arbeit der Evangelischen Kirche im Gebiet von Kurhessen-Waldeck.
Redaktion: Susanne Bullien, Telefon: (05 61) 10 95 - 333
„Wir müssen vor allem mehr auf die jungen Leute achten, hier stehen wir in der Verantwortung“, sagt der Landespfarrer für Diakonie in Kurhessen-Waldeck, Dr. Eberhard Schwarz, anlässlich der Suchtwoche 2007. Die Diakonie verfüge über ein gut ausgebautes Hilfesystem bei Suchtproblemen.
Dirk Kaliske, Fachreferent für Suchthilfe im Diakonischen Werk in Kurhessen-Waldeck, betont: „Uns ist vor allem wichtig, dass unsere Fachstellen für Suchtprävention junge Menschen erreichen, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist. Leider sehen die Beraterinnen und Berater oft nur die Spitze des Eisbergs.“
Darum rückt die Diakonie in Kurhessen-Waldeck vom 14. bis zum 18. Juni die Hilfe bei Sucht und Angebote, die Alkoholabhängigkeit zu bekämpfen, in den Mittelpunkt. Einrichtungen und Vereine im Diakonischen Werk in Kurhessen-Waldeck haben zahlreiche Aktionen auf die Beine gestellt, um den Schritt in ein Leben ohne Sucht aufzuzeigen. Suchthelfer klären in Arztpraxen und Apotheken auf, auf dem Eschweger Wochenmarkt steht die Juice-Box, das Blaue Kreuz geht in Schulklassen, Freundeskreise informieren Pfarrerinnen und Pfarrer über ihre Arbeit.
„Über 70.000 Todesfälle im Jahr durch Alkohol, knapp zwei Millionen Abhängige und fast 12 Millionen, die auf der Kippe stehen: Das sind deutliche Alarmzeichen“, drückt es Kaliske noch drastischer aus. Krankenhäuser und Hausarztpraxen sind ebenfalls Orte, an denen Menschen mit Suchtproblemen wegen einer Folgeerkrankung auftauchen; hier müsse verstärkt Aufklärungsarbeit geleistet werden, betont er.
Die soziale Arbeit der Evangelischen Kirche unterstützt damit die „Suchtwoche 2007“. Diakonische Beratungs- und Behandlungszentren und Fachkliniken sowie Freundeskreise bieten das ganze Jahr über Beratung, Hilfe, Angehörigenarbeit und betreiben Prävention. Sucht bleibt häufig im Verborgenen – der regelmäßige Wein am Abend, der Korn in der Schublade, der Beschleuniger in der Disko. Das will die bundesweite Suchtwoche 2007 ändern, die das Bundesministerium für Gesundheit mit der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen initiiert.
Zum Diakonischen Werk in Kurhessen-Waldeck gehören:
Das Diakonische Werk in Kurhessen-Waldeck e.V. ist Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege. Mehr als 200 Vereine, Krankenhäuser, Einrichtungen der Sucht- oder Behindertenhilfe organisieren mit rund 12 000 Mitarbeiterinnen und ungezählten Ehrenamtlichen die soziale Arbeit der Evangelischen Kirche im Gebiet von Kurhessen-Waldeck.
(Stand: Juni 2007)
Redaktion: Susanne Bullien, Telefon: (05 61) 10 95 - 333
"Im Sog der Nächstenliebe"
Schuld an allem ist wahrscheinlich Elisabeth. Sie erzeugt einen Sog der Nächstenliebe in dieser Stadt, dem sich keiner entziehen kann. Schon gar nicht im Jahr ihres 800. Geburtstags. Peter Jäger interessiert nur das heute. Seit dem Jahr, in dem die Heilige aus der Mitte Deutschlands 799 wurde, seit dem 10. Juli 2006, um genau zu sein, wohnt er im Zimmer Rose des St. Elisabeth-Hospizes auf dem Rotenberg in Marburg. Ein Raucherzimmer, man kann´s riechen. Denn eine gönnt er sich am Tag; er weiß nicht, wie viele es noch werden. Er hat ja Zeit. Jetzt. „Im Krankenhaus war alles hektisch“, erklärt er, während die Leiterin des Hospizes, Margaretha Eidam, mit der latexbehandschuhten linken Hand das Loch in seinem Hals mit ihren Fingern verschließt. Sonst könnte er nicht verstanden werden. Das Trachial-Stoma schuldet er einer seiner unzähligen Operationen. Peter Jäger stirbt an Lungenkrebs und lebt im Hospiz. Wer bleibt und der schwachen Stimme zuhört, kann den augenscheinlichen Widerspruch leicht auflösen. Auf die schlichte Frage, wie er sich fühle, antwortet Jäger: „Gut, sehr gut sogar…“. Und er betont, wie gut man zu ihm sei, man könne alles machen, wenn es im Rahmen bliebe: „Das macht einem Kunden schon viel aus“, entfährt es ihm.
Vielleicht ist das der Grund, warum er noch immer hier liegt, mit einem Leuchten in den braunen Augen. Ihm geht es ja gut. Und während er überlegt, was er denn noch mal unbedingt machen möchte, streichelt Margaretha Eidam leise seine knochige Hand. Peter Jäger möchte hoch hinaus: Auf den Kölner Dom will er noch mal, ein paar der alten Freunde treffen. Den Beckmann vielleicht. „Aus München den?“ fragt die Hospizleiterin. Und beugt sich über sein Gesicht, um ihn zu verstehen.
Margaretha Eidam ist eine mittelgroße 53-Jährige, hinter den Brillengläsern gepflegt geschminkte Augen, die zu oft versuchen, die Tränen zu unterdrücken. Nicht Trauer, Mitgefühl bewegt dann die gelernte Wirtschafterin und Diakonin. Der Anspruch an sich und ihr Team – neun hauptamtliche, 30 Ehrenamtliche und fünf ehrenamtliche Ärzte – ist es, der sie umtreibt. Sie sagt, sie hole die Menschen an der Türe ab. „Aber haben wir den Menschen so erreicht, dass er die Schwelle erreicht?“ hadert sie. Von den 579 Gästen, die sie seit Gründung des Hospizes vor nicht ganz zehn Jahren aufnahm, hofft sie es. Ohne sich dabei anzumaßen, es doch eigentlich zu wissen.
Doris Weber freut sich auf ihre ehrenamtliche Arbeit im Hospiz. „Ich gehe hier morgens her und denke: ,Sind sie noch alle da, gibt es neue Gäste?'“ Noch als Berufstätige hat sie ihre freiwillige Arbeit im Altenheim begonnen. Vor eineinhalb Jahren entschied sie, für Menschen im Hospiz da zu sein. „Wir unterhalten uns von früher oder spielen „Mensch ärgere dich nicht“, sagt sie, während ihre Augen liebevoll auf Peter Jäger ruhen. Und man kann sehen, dass diese Augen schon viel geweint haben. Viele Sterbefälle in der eigenen Familie haben sie hierhergeführt. Keiner arbeitet umsonst hier.
Nur jeder Zehnte stirbt in Deutschland im Hospiz. „Wir wollen mit dem stationären Hospiz ein Angebot unterbreiten, zu leben, wo es zu Hause und ambulant nicht möglich ist. Sei es auf Grund der Schmerzindikation, sei es, dass der Mensch auf der Straße lebt, sei es, dass die Familien überfordert sind“, erklärt die Leiterin das Profil. Gerade letzteres kennt Margaretha Eidam aus eigenem Erleben. Die Pflege bis zur eigenen Erschöpfung. Das Getuschel auf dem Dorf: Jetzt hat sie ihn abgegeben! Vor allem die Angehörigen werden mitbegleitet. Sie dürfen loslassen. Oder dableiben: „Da liegt auch manchmal die Matratze vorm Bett – oder sie fragen: Mit wie viel Personen können wir hierbleiben? Das sind nicht meine Vorstellungen. Aber das sind die Wünsche unserer Gäste“, erzählt sie.
Das Hospiz selbst ist ein eigenständiger, umgewidmeter Teil des Alten- und Pflegeheimes. Es hat einen eigenen Eingang. Doch teilen sie sich seit einiger Zeit den Haupteingang mit der diakonischen Altenhilfeeinrichtung. Das brachte mehr Leben ins Haus. Denn Hospizarbeit braucht Öffentlichkeit. Zu viele Ängste vorm Tod, der doch zum Leben gehört und weggesperrt wird. Auch durch Hospize. Wie könnte aber die Aufklärungsarbeit aussehen?
„Neulich war ich auf einer Tagung, da ging es um Marketing. Soll das heißen: Bei uns sterben sie richtig, bei uns sterben sie gut?“ empört sich die Hospizleiterin. Am liebsten will sie die Geschichten erzählen, die sie erlebt hat, die sie berührt haben. Besser noch, sie werden erzählt. Die Geschichten vom Leben. Als Peter Jäger doch mal aus dem Rahmen fiel. Weihnachten, an Heiligabend wurde er fünfzig, tanzte eine Striptease-Tänzerin für ihn. Für ihn ganz allein. Und er grinst.
Susanne Bullien
„TV-Welt“ und „Pantoffeltierchen" lauten die Titel der Bilder, die derzeit in den Räumen des Diakonischen Werkes in Kurhessen-Waldeck gezeigt werden. Künstler der Malwerkstatt der Baunataler Diakonie Kassel stellen noch bis Mitte Juli ihre Werke in der Landesgeschäftsstelle aus.
In einer New Yorker Galerie würden sie wie selbstverständlich die Wände zieren: 15 Bilder von Künstlern mit Behinderung.
Entstanden sind sie in der Malwerkstatt der Baunataler Diakonie Kassel unter der Anleitung des Bildenden Künstlers Ulrich Schröder: „Sie zu beschreiben, greift immer zu kurz. Assoziationen dazu beinhalten immer auch Wertungen“. Denn die bunte Kunst verführt schnell zu Vergleichen mit den ganz Großen wie etwa Roy Lichtenstein oder Raoul Dufy.
Ab dem 22. Mai zieren sie wie selbstverständlich die Wände des Gebäudes des Diakonischen Werkes in Kurhessen-Waldeck in Kassel. Die Zentrale der sozialen Arbeit der Evangelischen Landeskirche wird so Projektionsfläche ihrer Mitglieder, der Mitarbeiter und Beschäftigten. „Malwerkstatt“ ist denn auch der schlichte Titel der Bilderschau, die bis zum 14. Juli, montags bis donnerstags zwischen 8 und 16 Uhr, freitags bis 14.30 Uhr, zu sehen sein wird.
Die Künstler, die in den Baunataler Werkstätten ihr Lebenszentrum finden, drücken ihre Kreativität in Acryl, in Pastell oder in Aquarellfarben aus. Ihre Themen reichen von „TV-Welt“, wie ein Gemälde von Hugo von Lahrbusch, bis hin zu „Pantoffeltierchen“, so heißt eine Arbeit von Thomas Rudolph.
Seit 2005 bietet das Diakonische Werk den Kunstprojekten seiner Mitgliedseinrichtungen ein Forum, indem es nicht nur seine Wände zur Verfügung stellt, sondern auch den Künstlern die Möglichkeit gibt, während einer Vernissage ihre Kunst zu erläutern.
Veranstaltungshinweis:
Pfarrerin Stephanie Stracke, Assistentin des Landespfarrers für Diakonie in Kurhessen-Waldeck, eröffnet am 22. Mai um 11 Uhr die erste Ausstellung der Baunataler Werkstätten seit der Umbenennung in Baunataler Diakonie Kassel. Die Künstler selbst erklären ebenfalls ihre Werke.
Redaktion: Susanne Bullien, Telefon: (05 61) 10 95 - 333
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Die Diakonie bietet weder Börsenkurse noch den Wetterbericht an. Auf unseren Seiten finden Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, kompetente Ansprechpartnerinnen und -partner und die dazugehörigen Anlaufstellen.
Das Leistungsspektrum der Diakonie in Kurhessen-Waldeck umfasst u.a. Beratungsstellen, Krankenhäuser, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und Pflegeheime. In unseren Schulen und Ausbildungsstätten bereiten wir junge Menschen auf eine berufliche Tätigkeit im Sozialbereich vor.
In den rund 600 Einrichtungen arbeiten täglich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Dienst der Nächstenliebe. Als die soziale Arbeit der Evangelischen Kirche leisten wir unseren Betrag zum Heil und Wohl der Menschen. Dabei stehen wir in der Nachfolge Christi und setzen das Gebot der Nächstenliebe im Alltag um.
Diese neugestaltete Homepage soll dazu helfen, das Netz unserer Hilfen besser zu erschließen. Dabei soll der persönliche Kontakt nicht zu kurz kommen. Deshalb finden Sie auf allen Seiten Kontaktdaten. Treten Sie mit uns in Kontakt. Teilen Sie uns Ihre Anregungen und Wünsche mit, sparen Sie nicht mit Lob und auch Kritik.
Ihr
Dr. Eberhard Schwarz
Landespfarrer für Diakonie
Redaktion: Claus-Dieter Suß, Telefon: (0561) 10 95 - 303