08.02.2010: Schwerpunkt der Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe im ländlichen Bereich
Haiti: Land braucht langfristige Partnerschaft

Helfen Sie Haiti!
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Für eine Hilfe im Rahmen einer langfristigen Partnerschaft mit den Menschen in Haiti hat sich die Direktorin der Diakonie Katastrophenhilfe, Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, ausgesprochen. Nach dem schweren Erdbeben vom 12. Januar brauche das Land mehr als Nothilfe, um Stabilität und nachhaltige Entwicklung zu schaffen, sagte die Theologin am 8. Februar bei einer Pressekonferenz des evangelischen Hilfswerks in Stuttgart zur Hilfe in Haiti. Rainer Lang, Sprecher der Diakonie Katastrophenhilfe, der erst kürzlich aus dem Erdbebengebiet zurückgekehrt ist, hat nochmals auf das katastrophale Ausmaß der Zerstörung hingewiesen. „Zum Teil bieten sich albtraumhafte und apokalyptische Szenen in den zerstörten Regionen“, fügte er hinzu.

Der Schwerpunkt der Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe liegt in der Region Jacmel, also im ländlichen Bereich, wo das evangelische Hilfswerk schon vor dem Erdbeben tätig war. Dort wurden am Wochenende die ersten 100 von rund 2.000 Familienzelten aufgestellt. „Dank unserer engen Zusammenarbeit mit lokalen Selbstorganisationen und in Abstimmung mit den Vereinten Nationen, den lokalen Behörden und den anderen Organisationen vor Ort sind unsere Nothilfsmaßnahmen angelaufen“, betonte Füllkrug-Weitzel.

 „Wir sind und werden auch künftig überwiegend auf dem Land tätig sein, wo die Mehrheit der Bevölkerung am allerärmsten ist: Über 80% der Menschen auf dem Land haben nicht mehr als 1 US Dollar täglich zur Verfügung“, so die Theologin. Nun stünden sie noch vor dem zusätzlichen Problem, die Binnenflüchtlinge aufnehmen zu müssen, die – auch mit Aufforderung der Regierung – Port-au-Prince verlassen haben und auf dem Land Zuflucht suchen. „Vor der Hurrikansaison im Herbst bedarf neben dem Wiederaufbau für die Landbevölkerung die Frage zusätzlicher Unterkünfte für die Flüchtlinge einer dringenden Antwort. Und es muss sichergestellt werden, dass die Aussaat im März gelingt. Das alles muss in den nächsten sechs Monaten als Nothilfe laufen“, betonte die Direktorin.

Lang wies darauf hin, dass in den spontan entstandenen Notunterkünften drangvolle Enge herr-sche. „Aber es ist bewundernswert, dass die Menschen, die unter diesen Bedingungen leben, sich selbst organisieren und versuchen, trotz des Chaos ein Stück Ordnung zurückzugewinnen. Es ist offensichtlich, dass sie noch unter Schock stehen“, so Land. Wie können sie mit den Schmerzen, Verlusten und Ängsten weiterleben, sei eine Frage, die er sich immer wieder stelle. „Es ist gut zu sehen, dass die Partner der Diakonie Katastrophenhilfe bei der Verteilung auf andere Wege setzen, in direktem Kontakt mit den Betroffenen, sei es in den Camps oder in den Stadtgebieten. Das geht ohne Auseinandersetzungen, Drängeleien oder Gewalt ab.“

Das Diakonische Werk in Kurhessen-Waldeck bittet dringend um Spenden auf folgendes Konto:

Spendenkonto 21 21 21, Evang. Kreditgenossenschaft Kassel, BLZ 520 604 10, Stichwort "Erdbeben Haiti" oder online: www.diakonie-katastrophenhilfe/haiti

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30.01.2010: Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt 300 Familien mit Werkzeugen
Haiti: Airbus bringt Hilfsgüter ins Erdbebengebiet

Erdbebenopfer brauchen Ihre Hilfe!
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Nach über einer Stunde in einer Warteschleife kann die A 340 der Airbus Industries endlich auf dem Flughafen von Haitis Hauptstadt Port-au-Prince landen. An Bord hat das Großraumflugzeug zehn Tonnen Hilfsgütern der Diakonie Katastrophenhilfe, die von den Helfern sehnsüchtig erwartet werden. Der Airbus A 340 war von Hamburg aus gestartet. Es war der zweite Hilfsflug des evangelischen Hilfswerks. Mit den Werkzeugsets an Bord wird die Diakonie Katastrophenhilfe in der Stadt Jacmel im Südosten Haitis ein "Food for Work"-Programm (Nahrung für Arbeit) für 300 Familien starten.

Die Betroffenen können sich so an der Beseitigung der Trümmer sowie am Wiederaufbau beteiligen. Bezahlt werden sie in Nahrungsmittel, die die Vereinten Nationen bereit stellen. Damit wird die Ernährung für Familien in der schwierigen Phase nach dem Erdbeben, in der auch die Preise für Nahrungsmittel stark gestiegen sind, gesichert. Der Schwerpunkt der Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe ist in Jacmel im Südosten Haitis. Hier und in Bainet hat das evangelische Hilfswerk seit Jahren landwirtschaftliche Projekte.

"Wir sind sogar ein bisschen früher dagewesen als geplant", sagte Flugkapitän Klaus-Dietrich Flade. Eigentlich sollte der große Airbus um 15 Uhr Ortszeit landen. Es wurde dann aber doch mehr als eine Stunde später. Erst mussten zwei große Transportmaschinen Platz machen für das große Flugzeug. "Der Hinflug ist reibungslos verlaufen", fügte Flade hinzu. Die Besonderheit: der Airbus A 340 ist ein Testflugzeug. Deshalb freute sich der Pilot, dass er und sein Team den Testflug dazu nutzen konnten, um Hilfsgüter nach Haiti zu bringen.

Die 10 Tonnen Werkzeuge werden jetzt nach Jacmel weiter transportiert. Dort werden sie an die betroffenen Familien verteilt. Darüber hinaus wird die Diakonie Katastrophenhilfe 2.000 Zelte, Decken, Haushalts- und Hygienesets sowie Plastikplanen in Jacmel und Bainet verteilen. Ebenso sollen in der Region 300 beschädigte Häuser und zwei Schulen mit Unterstützung des evangelischen Hilfswerks wieder aufgebaut werden. Außerdem wird das Hilfswerk Toiletten und Duschen für Erdbebenopfer errichten.

 

Das Diakonische Werk in Kurhessen-Waldeck bittet dringend um Spenden auf folgendes Konto:

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28.01.2010: Diakonie Katastrophenhilfe startet zweiten Hilfsflug für Jacmel
Haiti: Notunterkünfte und Arbeit für die Überlebenden

Spenden Sie für die Erdbebenopfer
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Die Diakonie Katastrophenhilfe schickt zum zweiten Mal Hilfsgüter nach Haiti. Am heutigen Donnerstag ist ein Flugzeug von Airbus von Hamburg aus in die haitianische Hauptstadt Port-au-Prince geflogen. Das Unternehmen stellte den Flug kostenlos zur Verfügung. Damit reagiert das evangelische Hilfswerk auf die Notlage der haitianischen Bevölkerung nach dem schweren Erdbeben vom 12. Januar. "Das Ausmaß der Zerstörungen ist riesig", sagt Rainer Lang, der zur Zeit für die Diakonie Katastrophenhilfe vor Ort ist. Lang hat in den vergangenen Tagen die Verteilung der Hilfsgüter in Jacmel begleitet.

Von Hamburg aus werden unter anderem 10 Tonnen Werkzeug nach Haiti gebracht. Sie sind für das sogenannte "Cash for Work"-Programm (Geld für Arbeit) vorgesehen. Dies ist nach Angaben von Lang gerade in der schwierigen Phase direkt nach dem Erdbeben sehr sinnvoll. In Haiti war auch schon vor dem Erdbeben die Armut im Land ein riesiges Problem. Außerdem sind die Lebensmittelpreise stark gestiegen. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig, für möglichst viele Familien eine sichere Einkommensbasis zu schaffen. Positive Erfahrungen mit diesem Programm hatte die Diakonie Katastrophenhilfe schon 2005 nach dem Erdbeben in Pakistan gesammelt.

Besonders freut sich Lang darüber, dass die Diakonie Katastrophenhilfe ein Kinderkrankenhaus in Port-au-Prince unterstützt. "Wir haben hier selbst  gesehen, wie groß der Bedarf ist und wie viele Menschen in der Klinik gerade behandelt werden", so Lang. Er war in den vergangenen Tagen in Jacmel und im benachbarten Bainet . Dort läuft seit Tagen die Verteilung der schon angekommenen Hilfsgüter auf Hochtouren. Die haitianische Partnerorganisation "Crose" verteilt dort die Hilfsgüter an rund 1.600 Menschen. Unter anderem werden Nahrungsmittel, Decken, Wasserkanister, Hygieneartikel und Plastikplanen verteilt.

Diese persönlichen Verteil-Aktionen durch die Diakonie Katastrophenhilfe und ihre Partner kommen bei den betroffenen Menschen vor Ort gut an. Das kann Rainer Lang nur bestätigen: "Der Abwurf von Hilfsgütern aus Flugzeugen wird hier von der Bevölkerung kritisiert", berichtet er. Die Menschen kämen sich vor wie Tiere, außerdem löse diese Verteil-Strategie unter den Betroffenen oft Streit aus. Rainer Lang ergänzt: "Bei uns ist es bisher nicht zu Tumulten oder Streit gekommen. Es ist keine Begleitung durch Sicherheitskräfte nötig."

Das Diakonische Werk in Kurhessen-Waldeck bittet um Spenden auf folgendes Konto:

Diakonie Katastrophenhilfe
21 21 21, Evang. Kreditgenossenschaft Kassel, BLZ 520 604 10, Stichwort "Erdbeben Haiti"

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26.01.2010: Weiterer Hilfsgüterflug wird vorbereitet
Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt Krankenhaus in Port-au-Prince

Erdbebenopfer brauchen Hilfe!
Erdbebenopfer brauchen Hilfe!

Die Diakonie Katastrophenhilfe hat zwei Großraumzelte an ein Krankenhaus in Port-au-Prince übergeben. Weiter steht die Verteilung von Hilgsgütern in entlegenen Gebieten des Erdbebengebietes im Vordergrund der Hilfen. Ein weiterer Hilfgüterflug wird für Donnerstag geplant.

Geduldig buchstabiert der Junge seinen Namen: Kevine Scemoaes. Er soll am nächsten Tag operiert werden, erklärt die Krankenhausmanagerin Vanessa Carpenter den Besuchern von der Diakonie Katastrophenhilfe. Eigentlich ist das gar nicht Carpenters Job. Aber nach dem schweren Erdbeben in Haiti ist sie kurzerhand nach Port-au-Prince gekommen, um die glücklicherweise unbeschädigt gebliebene Klinik am Rande der Stadt zu unterstützen. Normalerweise wickelt die US-Amerikanerin die Überführung von Kindern in die USA ab, die eine schwere Operation benötigen.  Jetzt ist sie Tag und Nacht auf den Beinen, um den Klinikbetrieb am Laufen zu halten.

Glücklich ist sie über die beiden Großraumzelte, die die Leiterin des Büros der Diakonie Katastrophenhilfe, Astrid Nissen, ihr übergeben hat. „Wir brauchen die Zelte dringend, um unsere Platzprobleme zu lösen“, sagt sie. Das Krankenhaus hat 100 Betten, ist aber im Moment mit 140 Patienten belegt. Die Zelte sind für die Unterbringung von frisch operierten Patienten gedacht, die eine Erholungsphase benötigen. So ein Fall wäre zum Beispiel Kevine. Der Sechsjährige hat hohes Fieber. Seine Mutter sitzt neben ihm am Bett und fächelt ihm frische Luft zu. Carpenter sagt, dass es noch nicht sicher ist, dass die Ärzte seinen Fuß retten können oder ob er amputiert werden muss. Er hat sehr starke Verletzungen vom Erdbeben. Kevine ist guten Mutes.  Trotz seines hohen Fiebers erzählt er Astrid Nissen seine Geschichte. Er ist zur Zeit des Erdbebens allein auf der Straße unterwegs gewesen. Eine Mauer stürzte ein und begrub ihn teilweise unter sich. Er konnte sich selbst befreien, aber wegen seines verletzten Beines nicht mehr gehen. Er kroch in die Mitte der Straße und rief so lange um Hilfe, bis er ins Krankenhaus gebracht wurde.

Operiert wird in der Klinik praktisch rund um die Uhr von italienischen und amerikanischen Ärzten. Behandelt werden müssen vor allem Knochenbrüche. Allein 40 Fälle von Oberschenkelfrakturen nennt Vanessa Carpenter. Außerdem gebe es viele Amputationen. Im Zimmer von Kevine liegt auch die fünf Jahre alte Melunda Bregar. Sie hat schwere Kopf- und Rückenverletzungen. Außerdem spricht sie seit dem Erdbeben nicht mehr. Ihre Mutter sitzt auf ihrem Bett und streichelt ihrer Tochter zärtlich über die Haare. Mitgebracht hat sie ein kleines Neues Testament, das aufgeschlagen auf dem Kopfkissen der Tochter liegt.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bereitet inzwischen einen zweiten Hilfsflug nach Haiti vor. Mit ihm sollen am Donnerstag vor allem Werkzeuge zum Wiederaufbau auf die Insel transportiert werden.

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23.01.2010: Team der Diakonie Katastrophenhilfe organisiert Verteilung an die Überlebenden
Haiti: Angst vor Nachbeben

Haiti: Die Diakonie Katastrophenhilfe verteilt auch in entlegenen Gebieten Hilfsgüter - Foto: Diakonie Katastrophenhilfe/Brot für die Welt (c) 2010.
Haiti: Die Diakonie Katastrophenhilfe verteilt auch in entlegenen Gebieten Hilfsgüter - Foto: Diakonie Katastrophenhilfe/Brot für die Welt (c) 2010.

Das Team der Diakonie Katastrophenhilfe hat bis zum Wochenende 7,5 Tonnen Hilfsgüter von Haitis Hauptstadt Port-au-Prince in die Stadt Jacmel weiter im Süden transportiert.
Die Güter konnten nur per Helikopter befördert werden, weil der Zustand der Straßen noch zu schlecht ist. Mit der Verteilung der Medikamente, Decken, Plastikplanen, Wasserkanister und Nahrungsmittel wird umgehend begonnen. Der Bedarf der Opfer an Hilfe ist enorm. „Die meisten Menschen in der Hauptstadt Port-au-Prince schlafen weiterhin im Freien“, sagt Rainer Lang, der für die Diakonie Katastrophenhilfe vor Ort ist.

„Viele Häuser und Wohnungen sind zerstört, viele Menschen haben aber auch Angst vor den ständigen Nachbeben, die es im Katastrophengebiet täglich gibt“, berichtet Lang. Als erstaunlich beschrieb er, wie die Menschen in dem Chaos der Zerstörung ihr Leben organisieren. Zum Wochenende hin hat sich die Lage im Katastrophengebiet seiner Einschätzung nach ein Stück weit entspannt. Hilfsgüter erreichen nach und nach die Betroffenen, auch wenn die logistischen Herausforderungen enorm sind. Dazu zählt vor allem der schlechte Zustand der Straßen, der eine geordnete Verteilung der Hilfsgüter sehr erschwert.

Trotz der schwierigen Situation ist die Lage bislang erstaunlich ruhig geblieben. Es gibt jetzt wieder Benzin, auch Banken und Supermärkte sind zum Teil wieder geöffnet. Über das Ausmaß der Zerstörung in der Innenstadt zeigt sich Lang schockiert. Immer noch hängt über vielen Gebäuden der Verwesungsgeruch und in den Trümmern liegen noch Tote. „Viele Überlebende stehen nach wie vor unter Schock und können noch gar nicht das ganze Ausmaß der Katastrophe fassen“, berichtet Rainer Lang. „Auch für uns Helfer ist die Lage oft bedrückend. Hier ist langfristige Hilfe nötig“, betont er im Blick auf die bittere Armut, die in dem Land herrscht.

Die Diakonie Katastrophenhilfe, die seit fünf Jahren ein eigenes Büro in Haiti hat, ist inzwischen in Kontakt mit allen ihren lokalen Partnerorganisationen, die selbst betroffen sind von der Katastrophe. Gemeinsam mit ihnen und den Partnern im globalen kirchlichen Hilfsnetzwerk ACT (Kirchen helfen gemeinsam) arbeitet die Diakonie Katastrophenhilfe in einem lokal eingebundenen Hilfsnetzwerk.

Gemeinden zu Spenden aufgerufen

Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Martin Hein, sowie Diakonie-Landespfarrer Oberlandeskirchenrat Dr. Eberhard Schwarz rufen zu weiteren Spenden auf. In einem gemeinsamen Schreiben an die Pfarrerinnen und Pfarrer bitten sie die Kirchengemeinen, den Menschen auf Haiti zu helfen: Dies könne vor Ort durch Extrasammlungen und Spendenaufrufe in den Gottesdiensten geschehen. Zudem bitten der Bischof und der Landespfarrer: «Schließen Sie die Menschen in Haiti und die Helfer vor Ort in Ihre Fürbitten ein.» Gleichzeitig bedanken sie sich bei allen, die durch Spenden dazu beitragen haben, dass den Menschen in Haiti geholfen werden kann.

Wie die Pressestelle mitteilte, stockt die Landeskirche ihre Hilfe für die Erdebenopfer um weitere 20.000 Euro auf. Bereits unmittelbar nach den ersten Katastrophenmeldungen aus Haiti hatte die Landeskirche in der vergangenen Woche 20.000 Euro aus der Erntedankkollekte zur Verfügung gestellt. Wichtig sei eine nachhaltige Unterstützung Haitis, damit der lang währende Wiederaufbauprozess gelingt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Das Diakonische Werk in Kurhessen-Waldeck bittet um Spenden auf folgendes Konto:

Konto 21 21 21, Evang. Kreditgenossenschaft Kassel, BLZ 520 604 10, Stichwort "Erdbeben Haiti" 

Spenden online: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/haiti

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Brief an die Gemeinden

Fürbitten

Kollektenaufruf - Hilfe für Erdbebenopfer

Redaktion: Claus-Dieter Suß, Telefon: (05 61) 10 95 - 303

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13.01.2010: Diakonie Katastrophenhilfe vor Ort
Haiti: Erdbeben verwüstet Karibikstaat

Erdbeben Haiti: Kind vor zerstörter Schule (Foto: Reuters)
Erdbeben Haiti: Kind vor zerstörter Schule (Foto: Reuters)

Nach dem Erdbeben auf Haiti mit zahlreichen Toten, Verletzten und schweren Verwüstungen bereitet die Diakonie Katastrophenhilfe Nothilfemaßnahmen vor. Besonders die Hauptstadt Port-au-Prince wurde in weiten Teilen zerstört. Neben Krankenhäusern und Schulen sind unzählige Häuser eingestürzt und Straßenverbindungen unterbrochen. Das Büro der Diakonie Katastrophenhilfe und die Mitarbeitenden sind unversehrt. Das evangelische Hilfswerk stellt 100.000 Euro für die Nothilfe und den Wiederaufbau zur Verfügung.

„Es sind zahlreiche Häuser zerstört. Es wird sicherlich viele Hunderte Tote gegeben haben, wenn nicht sogar deutlich mehr“, so Astrid Nissen, Projektleiterin der Diakonie Katastrophenhilfe in Haiti. Die Stimmung in Port-au-Prince sei vom Schock über die unerwartete Katastrophe geprägt. „Tausende Menschen sind auf den Straßen, sitzen auf dem Boden, singen, beten. Es gibt kein Licht, keinen Strom und keine Telefonverbindung“, berichtet Nissen weiter. Das Erdbeben hatte sich kurz vor Einbruch der Dunkelheit ereignet. Seit gestern 17 Uhr Ortszeit habe es circa jede halbe Stunde Nachbeben bis um 2 Uhr morgens gegeben.

Große Teile des Stadtzentrums sind verwüstet. Sowohl der Nationalpalast als auch das Parlament, der Sitz der UN-Mission und mehrere Ministerien sind zum Teil eingestürzt. Ebenfalls ein Kinderkrankenhaus, der größte Supermarkt und ein großes Hotel. Das Gebäude der EU-Kommission ist gesperrt worden. „Die noch funktionierenden Krankenhäuser sind überfüllt. Ich habe in drei Krankenhäusern Ärzte gesehen, die bei Kerzenlicht Verletzten helfen“, berichtet Nissen. Stark betroffen sind laut Nissen auch die dicht besiedelten Slums an den Hängen der Hauptstadt, wo es zu Erdrutschen kam. Völlig unklar ist die Lage im wahrscheinlich ebenfalls betroffenen Südosten des Landes, zu dem sämtliche Verbindungen unterbrochen sind.

Zurzeit bereitet die Diakonie Katastrophenhilfe die Nothilfe vor. Nach Anbruch des Tages (6 Stunden Zeitverschiebung) werden Teams die Situation sichten. Partnerorganisationen der Diakonie Katastrophenhilfe und der Schwesterorganisation „Brot für die Welt“ in Haiti stehen in Kontakt mit dem Büro und planen gemeinsame Hilfeleistungen. Ebenfalls wird die Nothilfe über das globale kirchliche Hilfsnetzwerk ACT (Kirchen helfen gemeinsam) mit den vor Ort arbeitenden Hilfsorganisationen vorbereitet.

Redaktion: Claus-Dieter Suß, Telefon: (05 61) 10 95 - 333

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